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Töchter auf dem Weg zur NER

Dieser Beitrag ist seit dem 23.06.2001 auf dieser Website.

Vorbemerkungen:

Dem gesundheitsschädlichen und der Liebe zwischen Mann und Frau kontraproduktiven Verhütungsverhalten in der modernen Gesellschaft liegt die Verhütungsmentalität zugrunde. Man nimmt sich Sex um jeden Preis, aber das Kind als natürliches Ergebnis des Geschlechtsverkehrs will man nicht. Das Kind muss mit widernatürlichen Methoden „verhütet" werden. Durch diese Begriffsbildung hat man das Kind in eine Reihe mit Bedrohungen, wie Feuer, Diebstahl oder Unfälle gestellt, für die es bekanntlich auch „Verhütungsvorschriften" gibt.

Verhütung ist den Menschen nicht nützlich, sie schadet insbesondere der Frau. Weil es der herrschenden Medizin mit ihrer Propaganda zugunsten der Verhütung gelungen ist, die Verhütungsmentalität in der Bevölkerung zu verankern, sind die meisten Menschen nicht in der Lage, den Zusammenhang ihrer Erkrankung mit der praktizierten Verhütung zu erkennen. Nur in individuellen und zeitaufwendigen Arztgesprächen gelingt es, einzelnen Verhütungsgeschädigten ihre Pathogenese deutlich zu machen und eine Verhaltensänderung zu ermöglichen. Die Masse will weiter den breiten und bequemen Weg gehen und somit ist es eine schicksalhafte Ironie, dass die pillengeschädigte Mutter mit bestem Wissen und Gewissen diese autodestruktive Verhaltensweise an ihre Tochter weiter gibt, sie regelt den „ersten Besuch beim Frauenarzt", der gierig zahllose neue, junge Klientinnen an seine Methode und damit an seine Praxis bindet. Zitat eines Viernheimer Gynäkologen: „Bei mir kriegt jede 14jährige die Pille. Wenn ich ihr die Pille nicht gebe, verliere ich das Mädchen und ein anderer verschreibt sie ihr."

Dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit muss etwas entgegensetzt werden und somit freut sich die Redaktion Medizinkritik sehr, dass die NER-Multiplikatorin Sonja Fritzsch ihren Beitrag aus den INER-Mitteilungen „Töchter auf dem Weg zur NER" dieser Website zur Veröffentlichung gegeben hat. Es ist zu hoffen, dass manche Mutter nicht zulassen will, dass ihre eigenen Fehler von ihrer Tochter wiederholt werden. Der nachfolgende Beitrag soll Mütter und Töchter ermutigen, mit Hilfe der Zyklusselbstbeobachtung zu einem fundierten Zyklusverständnis und zum erstrebenswerten Fruchtbarkeitsbewusstsein zu kommen.

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Februar 2001 Sonderbeilage: Töchter auf dem Weg zur NER . INER-Mitteilungen Nr. 39

 

Töchter auf dem Weg zur

Natürlichen Empfängnisregelung (NER)

 

von Sonja Fritzsch

 

Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen:

Mein Name ist Sonja Fritzsch, ich bin Mutter von drei Töchtern im Alter von 18 Jahren, 14 Jahren und 10 Jahren. Unsere Älteste, Patricia, hat schon mit Prof. Dr. Rötzer am neuen Buch „Der persönliche Zyklus der Frau" mitgearbeitet, kleinere Artikel geschrieben und ihre Zyklusaufzeichnungen für das Buch zur Verfügung gestellt.

Für Sie erhebt sich sicherlich die Frage: wie bringe ich nun meine Tochter auf den Weg zur NER, wie bringe ich die NER meiner Tochter nahe? Ich glaube, der zweite Teil meiner Frage ist sehr einfach zu beantworten: es ist das ernsthafte Vorleben der NER. Wenn für mich als Mutter die NER zum Lebensweg wird und wir als Ehepartner diesen Teil unserer Ehe offen und ehrlich leben, kann das auch für die Töchter erkennbar werden.

Aus meinem Beratungsdienst weiß ich, dass viele Mütter der Auffassung sind, dass ihre Töchter mit 9, 10 oder 11 Jahren noch viel „zu klein" sind für ein „aufklärendes" Gespräch. Die Frauen warten oft, bis in der Schule der „Aufklärungsunterricht" beginnt, bis die Mädchen 13, 14 Jahre alt sind. Der „Aufklärungsunterricht" der Schulen beläuft sich zum größeren Teil auf die Vorstellung von angeblich sicheren Verhütungsmitteln. Der Zyklus wird nur kurz besprochen mit falschen Aussagen wie: der Zyklus ist ca. 28 Tage lang und der Eisprung findet in der Mitte des Zyklus statt, also am 14. Zyklustag. Diese Falschaussagen prägen sich immer wieder fest in die Köpfe der Mädchen ein, auch deshalb, weil ja zu diesem Thema Klassenarbeiten geschrieben werden. Die Mädchen im Alter von 13, 14 Jahren sind schon sehr von den Medien, wie Jugendzeitschrift und Fernsehen geprägt, und es spielt das Schulklassenniveau und das Klima in der Klasse eine nicht unerhebliche Rolle. Der Gruppenzwang in diesem Alter ist ziemlich hoch. Was die beste Freundin erzählt, hat mitunter mehr Gewicht als das, was die eigene Mutter sagt. In-Sein ist eben wichtig!

Was den Mädchen immer wieder Angst macht im Zusammenhang mit dem in der Schule Gehörten, ist die Tatsache, dass der Zyklus der noch jungen Mädchen eben nicht 28 Tage lang ist. Doch niemand spricht darüber, auch nicht die Töchter und ihre Mütter. Es wird als gegeben hingenommen und somit beginnt das „Zudecken" des Zyklusgeschehens, weil Frau ja nicht normal ist, nicht in die vorgegebene Norm passt, und mit dem „Zudecken" des vermeintlich unnormalen Zyklusablaufes hat auch das Annehmen der eigenen Fruchtbarkeit keine Chance. Die Mädchen beginnen, genau wie ihre Mütter, den Zyklus beiseite zu schieben und ihre Periode als etwas sehr Negatives zu empfinden. Oft kommt noch die allgemeine Sprache in den Familien als Erschwernis hinzu, denn Sätze wie: Hast wohl schon wieder deine Tage? drücken in den Familien oft etwas Negatives aus, woran das junge Mädchen „schuld" sei.

Wenn aber die Mütter sich des eigenen Zyklusablaufes, der Fruchtbarkeit und der unfruchtbaren Tage bewusst sind, und auch der Ehepartner in dieses Wissen eingebunden ist, lernen die Töchter, dass es zum Frausein natürlich dazugehört. Das ist der erste Schritt in die Richtung der NER. Fragen stellten meine Töchter schon sehr zeitig, mit ca. 5, 6 oder 7 Jahren. Der „komische" Zettel an meinem Bett, das Thermometer und der Kugelschreiber waren interessante Dinge für die Mädchen. Später waren es Schleimbeobachtung und Aufwachtemperatur. Die ersten Schleimbeobachtungen kamen bei meinen beiden großen Töchtern mit 10 Jahren. Ich sah es zuerst in den Slips der Mädchen und machte meine Töchter auf diese interessante Entwicklung aufmerksam Dann kamen die Mädchen selbst dahinter und zeigten mir freudestrahlend ihre ersten eigenen Schleimbeobachtungen. Hinweisen möchte ich hierbei noch, dass diese Schleimbeobachtungen noch weit vor der

ersten Regelblutung gemacht worden sind. Meine Töchter waren ca. 11 Jahre alt. und das war für mich der richtige Zeitpunkt, um ihnen das Zyklusblatt (bei Patricia noch das normale Zyklusblatt für Frauen und bei Melissa das Mädchen-Zyklusblatt) praktisch unter die Nase zu halten. Daraus haben sich dann erste NER-Gespräche ergeben. Die Mädchen waren damals 11 Jahre alt. Natürlich passierte es nicht zeitgleich, denn Patricia ist ja 4 Jahre älter als Melissa. Ich fasse es nur zusammen, weil es sich beide Male fast identisch ereignet hat.

Zuerst haben meine Töchter nur Schleimbeobachtungen gemacht und auf das Zyklusblatt eingetragen. Das Temperaturmessen kam erst später (ein viertel bis ein halbes Jahr) hinzu. Der Anstoß kam dabei nicht von mir, sondern wieder von den Mädchen selbst. Sie wollten dann eben auch wissen, wie die Entwicklung der Temperaturkurve verläuft, ob schon eine Hoch- und Tieflage sichtbar ist. Damit war eigentlich der Weg zur NER schon beschritten und das Schulwissen wurde nur noch als Lernstoff ähnlich wie Mathematik, aufgenommen. Natürlich ist es in der Zeit der „Schulaufklärung" nötig, das Gespräch mit der Tochter zu suchen, aufmerksam zuzuhören, wenn die Kinder vom Unterricht erzählen. Dazu ist es eben nötig, viel Zeit zu „opfern", und Geduld zu haben. Ich habe diese Gespräche mit meinen Töchtern weder erzwungen noch herbei geführt und sie haben sich von Zeit zu Zeit wiederholt, der jeweiligen fortgeschrittenen Situation angepasst. Diese intensiven Gespräche haben sich mitunter aus ganz banalen Dingen einfach ergeben. Wichtig war eigentlich nur, dass ich da war, wenn sie aus der Schule heimkamen, und ihnen zugehört habe. Wir haben bei unseren ,NER-Gesprächen" auch nicht nur über die Vorteile der NER philosophiert, sondern dabei kamen auch Wertevermittlung und ethisches Denken und Handeln nicht zu kurz.

Stellen Sie sich jetzt bitte nicht vor, dass ich mir am Abend vor einem solchen Mutter-Tochter-Gespräch ein Konzept erarbeitet habe, oder so etwas ähnliches. Ich möchte noch einmal betonen, dass diese Gespräche ganz locker – mitunter zwischen Abwasch und Saubermachen – entstanden sind. Wichtig ist hierbei eigentlich nur, dass ich immer bereit war, die Gesprächsfäden der Töchter aufzunehmen.

Mein Artikel soll kein Leitfaden sein, wie wir die Töchter „zur NER bringen". Es war mir nur einmal ein Bedürfnis aufzuschreiben, was ich als Mutter überdenken sollte, wo für mich die Richtlinien lagen und was mir wichtig war. Jetzt habe ich (leider) nur noch eine Tochter für den Weg der NER. Unsere Jüngste freut sich schon auf ihre ersten Schleimbeobachtungen, weil sie dann auch endlich etwas zum Thema NER beizutragen hat. Ich freue mich auch wieder auf die spannende Zeit der Vorpubertät, auf all die Veränderungen im Körper unserer Tochter. Für mich ist es immer wieder ein unbeschreibliches Wunder, das da in der Pubertät der Mädchen passiert, wenn das Kind, das ich im Arm gehalten habe, zur jungen Frau heranreift und sich ein Fruchtbarkeitszyklus entwickelt. Ich möchte sie in diesem Zusammenhang ermutigen, Ihre Töchter zu etwas Kostbarem reifen zu lassen, hellhörig und aufmerksam die Zeit der Vorpubertät zwischen 9 und 11 Jahren mitzuerleben.

Sie dürfen mir zu diesem Thema auch gerne schreiben und Ihre eigenen Erfahrungen mit Ihrer Tochter/Ihren Töchtern schildern, oder Fragen stellen. Ich würde mich sehr freuen.

Meine Adresse:

Sonja Fritzsch, Am Maiberg 4, D-09526 Rübenau.

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Hinweise:

Von der ältesten Tochter Patricia Fritzsch können folgende Berichte bei INER-Österreich, Vorstadt 6, A-4840 Vöcklabruck, E-mail: j.f.roetzer@nvb.at angefordert werden:

· „Mein Zyklus und ich" (siehe auch Buch von Prof. Rötzer: „Der persönliche Zyklus der Frau". Herder 1999).

· „Mit etwa 15 Jahren kam mir zum ersten Mal der Gedanke, das Zertifikat zu machen", Sonderbeilage INER-Mitteilungen Nr. 38.

Die speziellen Zyklusblätter für junge Mädchen (12 Stück) mit entsprechenden Erläuterungen können gegen Unkostenerstattung von 5,50 DM in Briefmarken bestellt werden bei: M. van Treek, Seegartenstr. 26, 68519 Viernheim.

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Stand: 14. Dezember 2012
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