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Brüchige Knochen

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Dieser Beitrag ist seit dem 21.07.2001 auf dieser Webseite

Brüchige Knochen durch die „Pille"?

In der Münchner Medizinischen Wochenschrift (MMW) wurde in der Ausgabe Nr. 5/2001 ein Interview mit Prof. Dr. med. Dieter Felsenberg, Universitätsklinikum Benjamin Franklin, Berlin veröffentlicht.

Anlass des Interviews war eine kurz vorher im ARD-Magazin „Report" gebrachte Warnung, dass „frühzeitige, regelmäßige Einnahme niedrig dosierter hormoneller Kontrazeptiva den Knochenaufbau reduzieren und vermehrt zu Brüchen führen könne".

Auf die Frage nach der Gefährlichkeit der Pilleneinnahme konstatiert Professor Felsenberg, dass die hormonelle Kontrazeption bei jungen Frauen, deren Pubertät abgeschlossen ist, „mit Sicherheit" keinen negativen Effekt erwarten lasse. (Siehe dazu aber die Anmerkung der Redaktion Medizinkritik am Schluss dieses Beitrages).

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Auszug aus dem Interview:

„MMW: Und wie steht es mit den jungen Mädchen?

Felsenberg:     Bis zur Pubertät ist das Verhältnis von Knochenmasse zu Muskelmasse bei beiden Geschlechtern identisch. Während der Geschlechtsreife wird die Feinregulierung des Knochens der Mädchen unter dem Einfluss der Östrogene auf einen anderen Wert eingestellt; relativ zum Muskelzuwachs werden rund 15 Prozent mehr Knochen gebildet. Hier baut die Natur quasi vor, damit die Frau während Schwangerschaft und Stillzeit, in der sie täglich 1-1,5 Gramm Kalzium verliert, von einem höheren Angebot an Knochenmasse „zehren" kann, ohne in ein Defizit zu geraten.

Meine Hypothese ist nun: Wenn Mädchen im Alter von 13-15 Jahren einen Ovulationshemmer einnehmen, bekommt der Knochen das Signal: „Pubertät abgeschlossen – mit dem Zuwachs an zusätzlichem Knochen aufhören!" Damit würden diese Mädchen Einbußen bei der „physiologischen Prävention" erleiden, sprich sie hätten während Schwangerschaft und Stillzeit keinen vermehrten Vorrat an Knochen."

Prof. Felsenberg will seine Annahmen durch eine prospektive Vergleichsstudie überprüfen.

Er erwähnt noch eine Beobachtungsstudie aus England bei Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren. Dabei habe sich ein leichtes Überwiegen von Knochenfrakturen in der Gruppe gezeigt, die die Pille nahm. Felsenberg will daraus aber keinen Zusammenhang zwischen Pilleneinnahme und Frakturhäufigkeit konstruieren. Seine geplante Studie soll sich auf messbare Parameter des Knochenstoffwechsels von Frauen konzentrieren, die in den letzten 10-15 Jahren im Alter zwischen 13 und 18 Jahren die Pille genommen hatten.

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Anmerkung:

Soweit der Bericht über das Interview. Der gedankliche Ansatz von Professor Felsenberg ist interessant und vor allem „ganzheitlich". Mit dem Begriff der „ganzheitlichen Betrachtung" ist die Analysemethode insbesondere der Naturheilkunde gemeint, welche Zusammenhänge verschiedener Ebenen im Menschen, z.B. Körper – Seele – Geist, aber auch z.B. die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Organen und Organsystemen hervorhebt. Nicht zuletzt sieht der ganzheitliche Ansatz den Menschen im Verlaufe der Zeit und hierbei auch die Auswirkungen von medizinischen Handlungen am Menschen (z.B. Applikation der „Pille") nach vielen Jahren. Die üblichen Studien auf Nebenwirkungen, die neu auf den Markt kommenden Anti-Baby-Pillen den berühmten Persil-Schein ausstellen, gehen oft nur über einen Zeitraum von einem halben bis einem Jahr Einnahmezeit und filtern bei weitem nicht alle auftretenden Nebenwirkungen. Hier lässt man bewusst schädliche Auswirkungen außer acht, sie werden gar nicht abgefragt, oder die Studie ist wegen ihrer zeitlichen Kürze bereits zu dem Zeitpunkt beendet, zu dem die Nebenwirkungen erst auftreten. Zahlreiche Nebenwirkungen treten bei der Anti-Baby-Pille bekanntlich erst dann auf, wenn die Frau eine längere Zeit mit ihr verhütet hat (Summationseffekt der Zeit).

Pathognomonisch (eigentlich: = für eine Krankheit kennzeichnend / hier: für die Aussage eines Schulmediziners kennzeichnend) ist aber die Redewendung Professor Felsenbergs, dass die Pille bei jungen Frauen mit abgeschlossener Pubertät „mit Sicherheit" keinen negativen Effekt auf den Knochenstoffwechsel habe. Das Gegenteil ist mit Sicherheit der Fall, ich werde dies im folgenden belegen:

Mit der allerersten Pille aus der ersten Pillenpackung, die eine Frau schluckt, hat sie sich bereits die erste Nebenwirkung bzw. Krankheit aquiriert. Die Krankheit beginnt spätestens dann, wenn diese ersten künstlichen Pillenhormone aus dem Darm in das Blut aufgenommen worden sind. Ab dem Zeitpunkt arbeitet ihr hormonelles System nicht mehr autonom, es ist gestört, die Krankheit heißt: Hormonstörung. Es ist dabei nicht nur das System der Sexualhormone gestört, das ist ja der medizinisch beabsichtigte Effekt. Sondern über die Rückkoppelungen auf die Hirnanhangdrüse sind weitere periphere Hormondrüsen, wie Nebennierenrinde und Schilddrüse beeinträchtigt. Die Erfahrung zeigt denn auch, dass Pillenbenutzerinnen auffallend häufig im Laufe der Jahre Schilddrüsenknoten, Schilddrüsenvergrößerungen, Schilddrüsenunter- oder – überfunktionen entwickeln. Auch Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse. Dies ist auf Seite 18 in dem Buch: Das Kontrazeptions-Syndrom, M. van Treek, Derscheider-Verlag beschrieben. Wenn sich nun eine pillenbedingte Schilddrüsenvergrößerung (Struma) entwickelt, dann verordnet die Schulmedizin diesen Frauen regelmäßig Schilddrüsenhormone. Die Einnahme von Schilddrüsenhormen durch Frauen während und jahrelang nach Pilleneinnahme ist auffallend häufig. In einem führenden amerikanischen Physiologiebuch kann man nachlesen: „Schilddrüsenhormone können Hyperkalzämie, Hyperkalzurie (= krankhaft erhöhte Kalziumkonzentration im Blut, im Urin) und, in manchen Fällen, Osteoporose (= Knochenentkalkung) hervorrufen, aber der Mechanismus, wodurch sie diese Effekte auslösen, ist nicht bekannt". (Review of Medical Physiology, W. F. Ganong, 1989, S. 337).

Somit kann überhaupt nicht "mit Sicherheit" behauptet werden, die künstlichen Pillenhormone hätten keinen negativen Effekt auf den Knochenstoffwechsel.

Die oben dargestellte Pathognomonie erfahren Pillenbenutzerinnen auch bei den Gynäkologen. Wenn eine Pillenbenutzerin den Pillenverschreiber auf erlittene Nebenwirkungen anspricht, dann wird dies von den meisten Gynäkologen stereotyp bestritten. Mit der pathognomonischen Aussage „das kommt nicht von der Pille" führen die Pillenverschreiber die Frauen (und oft auch sich selbst) an der Nase herum.

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Stand: 14. Dezember 2012
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