www.medizinkritik.de

Praxis Manfred van Treek - Viernheim

Home Nach oben Inhalt

5 J. Spirale: Myom

Gewicht & Spirale ] [ 5 J. Spirale: Myom ] Hormone/BS-Vorfall ]

 

Dieser Beitrag ist seit dem 04.11.2004 auf dieser Webseite

horizontal rule

28jährig schon ein Myom nach

5 Jahren Hormonspirale –

Spirale operativ entfernen?

horizontal rule

Folgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 14.10.2004:

 

Hallo!

Ich habe fünf Jahre die Hormonspirale beschwerdefrei getragen, wollte nun eine neue einsetzen. Leider hat meine Frauenärztin die alte Spirale nicht entfernen können. Ihrer Aussage nach, seien die Rückhol-Fäden umgeklappt. Sie rät mir nun eine Ausschabung unter Vollnarkose. Gibt es andere Möglichkeiten? Eine Narkose möchte ich auf jeden Fall vermeiden!

Gleichzeitig hat sie ein Myom entdeckt. Kann dies mit der Hormonspirale zusammenhängen (auch wenn Gelbkörper normalerweise solche Zellbildungen eher schrumpfen lassen?)? Habe gelesen, 20% der Frauen über 30 hätten Myome. Ich bin nun 28, ist das ein Grund mir Sorgen zu machen?

Ich habe keine Kinder, bisher keine Schwangerschaften, Fehlgeburten oder Abtreibungen. Keinerlei gynäkologischen Probleme oder Auffälligkeiten. Vor der Spirale habe ich mit Kondomen verhütet, nie die Pille genommen (wollte eigentlich keine Hormone an meinen Körper ranlassen, die Spirale war der Kompromiss, weil die Hormonmenge relativ gering ist). Der Zyklus war schon vor der Spirale regelmäßig, moderate Blutungen, relativ schmerzfrei. Unter der Spirale hat sich Blutungsdauer und –menge reduziert bis hin zu nur noch geringem Ausfluss. Stimmungsmäßige Schwankungen habe ich vermehrt wahrgenommen.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichem Gruß

T.

horizontal rule

Antwort der Redaktion Medizinkritik am 02.11.2004:

 

Sehr geehrte Frau T.

Vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage.

Sie fragen, ob Sie sich Sorgen machen müssen. Es kommt darauf an, wie Sie nach der operativen Entfernung der Spirale, die sich wohl nicht vermeiden lässt, weiter machen wollen.

Wenn Sie meine Webseite aufmerksam studiert haben und vielleicht auch mal die Webseite www.hormonspirale-forum.de besucht haben, dann werden Sie sehen, warum ich Ihnen und überhaupt jeder Frau unbedingt von der Benutzung dieses Verhütungsmittels abrate.

Bei Ihnen sind vier schwere Nebenwirkungen aufgetreten:

Erstens: Rückhol-Fäden sind verloren gegangen, eine Operation ist deswegen erforderlich. Es handelt sich hier um eine narkosepflichtige Operation, die bei Verzicht auf ein solches unmenschliches Verhütungsmittel überhaupt nicht erforderlich gewesen wäre. Welchen reichen Vorteil haben doch die Frauen, die ihre Empfängnis nach der Methode von Prof. Rötzer regeln! Nun findet die Belastung durch Narkose und Operation statt. Jede Ausschabung bei einer Frau in jungen Jahren kann infolge möglicher Verletzung der Basalschicht des Endometriums zu späterer Unfruchtbarkeit führen.

Zweitens: Myombildung. Ich weiß nicht, wie groß dieser gutartige Gebärmuttertumor ist. Aber wie kommen Sie darauf, dass es sich bei den Mirena-Hormonen um Gelbkörperhormon handelt? In Mirena (Schering) sind 52 mg Levonorgestrel mit einer täglichen Abgabe von 0,02 mg enthalten. Zum Vergleich mit einer Minipille: in Mikrolut (ebenfalls Schering) sind 0,03 mg Levonorgestrel pro täglich einzunehmendem Dragee enthalten. Es ist schon erstaunlich, wie es den Gynäkologen immer wieder gelingt, die Frauen an der Nase herum zu führen. Ihrer hat Ihnen bestimmt erzählt, Mirena gebe „Gelbkörperhormon“ ab. Möglicherweise glaubt er es selber, dann hat er aber zumindest von dieser Sache keine Ahnung. Oder er hat Ihnen bewusst die Unwahrheit gesagt, dann wäre es ein Fall für den Beschwerdeausschuss der zuständigen Ärztekammer. Levonorgestrel ist kein Gelbkörperhormon. Es gibt nur ein einziges Gelbkörperhormon, und das ist das Progesteron, welches bei der Frau beim Eisprung und in der Schwangerschaft in großen Mengen entsteht. Natürliches Gelbkörperhormon tut jeder Frau gut. Die künstlichen Progesteronersatzstoffe verhindern keine Östrogendominanzsymptome (wie z.B. Myome), sondern sie fördern sie sogar. Bei zukünftigem Verzicht auf gynäkologische Verhütungsmanipulationen kann damit gerechnet werden, dass das Myom sich vollständig zurückbildet.

In der Psychologie gibt es die These, Myome stünden für die „nicht geborenen Kinder“. Myome treten in der Tat gehäuft bei menopausalen Frauen auf, die früher Abtreibungen hatten oder deren Leben vorwiegend von Verhütung und Kinderlosigkeit bestimmt gewesen ist. Bei der Spirale erleidet die Frau je nach Frequenz des Geschlechtsverkehrs immer wieder unbemerkte Frühabtreibungen. Jedes Paar sollte sich somit überlegen, ob der schnelle Sex solche Verwicklungen in Tod und Schuld wert ist.

Drittens: Ihre mangelhafte Monatsblutung ist unzweifelhaft Folge der Hormonspirale. Ihr Gynäkologin hat Ihnen diese Auswirkung der Spirale wahrscheinlich als tollen Vorzug angepriesen. Dieser modernen Dummheit möchte ich die Weisheit des Hippokrates entgegensetzen, der bereits vor 2300 Jahren sagte: „Wenn die Frauen nicht gut menstruieren erkranken Sie an Ihrem Leibe“. Eine Frau, die z.B. mit 32 Jahren aus welcher Indikation auch immer ihre Gebärmutter wegoperiert bekommt, hat mit großer Wahrscheinlichkeit wenige Jahre später irgendeine Krankheit, die im Sinne der antiken und mittelalterlichen und heutigen naturheilkundlichen Erkenntnis mit einem Zuviel an „Schwarzgalle“ zusammenhängt. Die Schwarzgalle ist der Melanchestoff, der die „Melancholie“ macht. Folgen können sein: Depressionen, Rheumatismus, Bluthochdruck, Krebs u.a.; bei Ihnen hat sich also 5 Jahre lang der Melanchestoff angesammelt. Höchste Zeit, wieder für einen normalen Zyklusverlauf mit ausreichenden Menstruationen zu sorgen!

Viertens: Ihre Stimmungsschwankungen können sowohl durch den „Melanchestoff“ (siehe: drittens) und auch mit unbemerkten Frühabtreibungen zusammenhängen, sollten sie denn stattgefunden haben. Jede Mutter, die ihr Kind verliert, wird in der Psyche angegriffen. Das gilt auch für die Spiralenträgerin, auch wenn ein Kind gar nicht gewünscht ist und obwohl diese Verluste im Verborgenen stattfinden. Möglicherweise führen immer wieder auftretende Frühabtreibungen unter der Spirale zu Blockaden der Eisprünge. Dies könnte jede Spiralenträgerin, die an dem, was in ihrem Körper vorgeht interessiert ist, durch tägliche Messung der morgendlichen Aufwachtemperatur im Sinne der Natürlichen Empfängnisregelung feststellen. Vielleicht stellt sie fest, dass sie ihren biphasischen Zyklus mit Temperaturtieflage und Temperaturhochlage unter der Spirale verloren hat. Das wäre insofern gut, als es dann nicht mehr zu den unbemerkten Frühabtreibungen kommt, andererseits kommt es zu einem Progesteronmangel mit den Folgen der Östrogendominanz (Myome, Depressionen u.v.a.m.).

Fragen Sie doch mal Ihre Gynäkologin, ob sie diese vier Nebenwirkungen der Spirale nun ihrer ärztlichen Pflicht gemäß an das Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte, Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn, Tel: 0228/207-30, Fax: 0228/207-5207 melden wird. Möglicherweise sind es noch mehr Nebenwirkungen, Sie haben sie nur nicht aufgezählt, weil Ihnen die Zusammenhänge nicht klar waren. Was ist mit Herzklopfen, mit dem Gefühl, dass das Herz zum Halse rausschlägt, wie stark und welcher Art sind denn die Stimmungsschwankungen, was ist mit Unterleibskrämpfen, mit Verdauungsstörungen, mit Übelkeit, mit Libidoverlust? Wenn Ihre Gynäkologin eine solche vom Mainstream ist, dann wird sie Ihnen stereotyp antworten: „Das kommt nicht von der Spirale“. Empfehlen Sie doch mal Ihrer Gynäkologin die Webseite www.hormonspirale-forum.de. Dort kann sie die Erfahrungen von durch die Hormonspirale geschädigten Frauen nachlesen.

Nun liegt es an Ihnen, wie Sie meine Informationen interpretieren und nutzen. Ihren persönlichen Weg müssen Sie selber finden.

Mit freundlichen Grüßen

M. van Treek

horizontal rule

zurück zum Seitenanfang

Home ] Nach oben ]

Mitteilung an die

Redaktion schreiben

Copyright © 2001 Manfred van Treek
Stand: 14. Dezember 2012
Webhosting von http://www.jsr-internetpartner.de