www.medizinkritik.de |
|
|
Dieser Beitrag ist seit dem 02.07.2003 auf dieser Webseite
Was tun bei zu langem Zyklus ?
Nachfolgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 13.6.2003:
Ich bin 32 und habe
eine Tochter von 3 Jahren. Meine Frage lautet: Was tun bei einem zu
langem Zyklus? Mit freundlichen Grüßen M.
Antwort der Redaktion vom 02.07.2003: Sehr geehrte Frau M. Vielen Dank für Ihre vertrauensvolle
Anfrage. Sie könnten sich doch mal überlegen, ob Sie sich nicht mit der Natürlichen Empfängnisregelung (NER) nach Professor Rötzer (siehe: www.iner.org) beschäftigen wollen. Dabei erkennen Sie mit Hilfe Ihres Fruchtbarkeitsschleims, der einige Tage nach Ende Ihrer Monatsblutung auftritt, ob die Östrogenkonzentration in Ihrem Blut ansteigt. Die Östrogenkonzentration steigt bei der Frau dann an, wenn die sogenannten Eibläschen in Ihrem Eierstock heranreifen und immer größer werden. Beim Eisprung platzt dann das am größten gewachsene Eibläschen und gibt das weibliche Ei frei. Wenn es zum Eisprung kommt, dann ist er meistens am letzten Tag mit dem flüssigsten, dehnbarsten oder fadenziehendsten Fruchtbarkeitsschleim. Der Eisprung kann auch schon am Tage vor oder noch am Tage nach diesem letzten Tag mit dem besten Schleim sein. Zur NER gehört auch die Messung der Aufwachtemperatur, meistens morgens, nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen, mit einem herkömmlichen Thermometer (kein elektronisches Digitalthermometer!) 5 Minuten vaginal gemessen. Nach dem Eisprung steigt dann die Aufwachtemperatur an. Das kann die Frau sehr schön erkennen, wenn sie die Temperatur in die bewährten Zyklustabellen vom Institut für Natürliche Empfängnisregelung einträgt. Es gibt Sonderfälle, da hat die Frau
Fruchtbarkeitsschleim und auch eine Temperaturhochlage, aber sie wird einfach
nicht schwanger, obwohl sie es möchte. Die Ursache liegt darin, dass die
Hormonveränderungen im Zyklusverlauf zwar stattfinden, aber das Eibläschen
platzt nicht oder das Eibläschen ist leer. Sollte in einem Zyklus überhaupt keine
Temperaturhochlage auftreten, dann hätten Sie tatsächlich in dem Zyklus keinen
Eisprung gehabt. Die Blutung, die in einem Zyklus ohne Temperaturhochlage
auftritt, wird Zwischenblutung genannt. Sie sehen hier, dass die NER nicht nur
zur Empfängnisregelung angewandt wird, sondern dass sie eine sehr wichtige Hilfe
für die Diagnose ist. Bitte schauen Sie sich doch auch noch die Webseite der Autorin Elisabeth Buchner an (www.hormonselbsthilfe.de). Frau Buchner hat viele Erfahrungen im Bereich der Behandlung mit natürlichen Hormonhilfen gesammelt. Sie können Ihre Erkenntnisse dann mit Ihrem Frauenarzt oder Hausarzt erörtern. Allerdings möchte ich von Gestinpräparaten, die das natürliche Progesteron lediglich imitieren, eher abraten. Mit freundlichen Grüßen M. van Treek |
|