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Dieser Beitrag steht seit dem 10.08.2001 auf der WebSite Anfrage bezüglich Verhütungs-Computer.
Sehr
geehrter Herr van Treek!
In
Zeitschriften lese ich in letzter Zeit häufig über den sogenannten "Lady-Comp",
welcher als sicheres Verhütungsmittel angepriesen wird. Was ist von diesem
technischen Gerät zu halten oder auch von anderen Verhütungs-Computern? Mich würde
weiter interessieren, wie ich als Christ mit dieser neuen Möglichkeit umzugehen
habe.
Für
eine baldige Antwort wäre ich Ihnen dankbar.
Mit
freundlichen Grüßen MA
Antwort der Redaktion Liebe Frau
A, vielen Dank
für Ihre Anfrage von Anfang August 2001. Diese Frage
kann von mehreren Seiten betrachtet werden: Sie
sprechen die Sicherheit der Verhütungs-Computer an. Ich kenne aus meiner Praxis
einige Fälle, wo Frauen mit Verhütungs-Computer schwanger geworden sind.
Studien haben gezeigt, dass der sogenannte Pearl-Index dieser Geräte 4-6 beträgt,
d.h. 4-6 Schwangerschaften pro 100 Paare, die diese Methode ein Jahr lang
anwenden. Für ein Paar, das wichtige und gerechte Gründe hat, eine
Schwangerschaft ganz sicher zu vermeiden, das sich aber trotzdem mit der körperlichen
Vereinigung gegenseitige Liebe schenken will, ist diese technische Methode nicht
geeignet. Sicherlich
sind die computer-gestützten Methoden, die den natürliche Zyklus der Frau
auswerten, frauenfreundlicher als Pille, Spirale und Sterilisation, bei welchen
unverantwortliche Manipulationen durchgeführt werden. Es gibt nach meiner
Erfahrung keine einzige Frau, die während oder nach manipulativer Verhütung
nicht irgendeine Krankheit entwickelt, oft erst Jahre danach. Vom
Gesundheitsaspekt her sind die Temperatur-Computer der Pille, der Spirale und
der Sterilisation vorzuziehen. Um nicht
nur als Arzt, sondern auch als Christ dazu Stellung zu nehmen, muss ich etwas
ausholen. Von den
Herstellern der Verhütungs-Computer und auch von Sexualberatungsstellen wird
oft empfohlen, an den von diesen Geräten angezeigten fruchtbaren Tagen
mechanische Verhütungsmittel zu benutzen, um trotz fruchtbarer Phase
Geschlechtsverkehr haben zu können. Damit sind Kondome oder Diaphragmen (Portiokappen)
gemeint. Die ohnehin mit einem durchschnittlichen Pearl-Index von 3 relativ
unsicheren mechanischen Verhütungsmittel haben allerdings in der fruchtbaren
Phase einen noch höheren Peral-Index. Da die Frau in ihrem Zyklus nur einige
Tage empfangen kann (1/4 bis 1/3 der Zykluszeit), wird sich der Pearl-Index bei
einem solchen Verhalten auf ca. 10 erhöhen. Unabhängig
von der Sicherheit scheint der Frau bei der Benutzung von Kondomen kein Schaden
zugefügt zu werden, es wird ja nicht in ihren Hormonhaushalt eingegriffen, wie
bei der Pille, und sie wird auch nicht durch einen Fremdkörper in der Gebärmutter
belastet, wie bei der Spirale. Jedoch hat sich mir folgendes angedeutet: wenn
man dem Schöpfer und seinem Naturgesetz - Geschlechtsverkehr an fruchtbaren
Tagen = Kind - durch eine Gummimembran ein Schnippchen schlägt, dann hat dies
kränkende Folgen für die Seelen des Paares. Der Körper der Frau und die
Seelen beider Eltern sind nun mal an den fruchtbaren Tagen der Frau auf Empfängnis
eingestellt. Wird diese Einstellung durch mechanische Verhütungsmittel
frustriert, dann entsteht eine Disharmonie auf der seelischen Ebene, welche über
psychosomatische Zusammenhänge auch körperliche Symptome und Krankheiten
hervorrufen kann und auch das Verhältnis der beiden Partner bis hin zum Zerwürfnis
stört. Es ist also
nicht gut, wenn bei der Sexualität etwas zwischen Frau und Mann ist, was das
natürliche Ergebnis des Geschlechtsverkehrs, das Kind verhindert. Die meisten
Zeitgenossen meinen, es sich in dieser Hinsicht sehr leicht machen zu können.
Man glaubt, die Sexualität ausleben zu können, scheint sich anfangs auch ganz
gut damit vorzukommen, aber im Grunde ist diese Art des Sexes von Anfang an eine
große Lüge. Mit Verhütung liebt man sich gar nicht bedingungslos und 100%ig.
Dazu gehört nämlich, dass man den anderen so annimmt, wie er von Gott
geschaffen worden ist, also mit Fruchtbarkeit. Und es gehört
dazu, die Kinder als Früchte der Liebe anzunehmen. Will man dies nicht, fehlt
etwas an der vollen Liebe, diese Verbindung ist nicht mehr oder war nie
„gesegnet“. Als Christ
sehe ich in der Verhütung das Problem, dass die bedingungslose und vollständige
Liebe durch die Verhütungsmethoden behindert wird, es steht immer etwas
zwischen Frau und Mann, eine Gummimembran oder eine andere Methode. Man will
kein Kind, man scheut aber die selbstbestimmte Verantwortung und überträgt die
Verantwortung auf das Mittel, das man zwischen sich gestellt hat. Wird die Frau
trotzdem schwanger, hat das Mittel versagt, dann ist es nicht die eigene Schuld,
man ist dafür dann nicht mehr verantwortlich, man kann abtreiben. Diese
Einstellung haben viele, die Verhütungsmittel anwenden, ob bewusst oder
unbewusst. Spätestens dann, wenn die ungeplante Schwangerschaftssituation
aufgrund eines Verhütungsversagers auftritt, machen sich viele diese
Einstellung zu eigen: „Ich hab das ja nicht gewollt“ (Stichwort: ungewollte
Schwangerschaft). Und genau
dieses Problem haben wir auch bei den Verhütungs-Computern. Für das Paar ist
der Verhütungs-Computer eine Art „Black-Box“, an die man die Verantwortung
abgeben kann. Es steht etwas Technisches zwischen Frau und Mann. Möglicherweise
ist die Angst vor der eigenen Verantwortung der Grund, warum sich entgegen aller
Vernunft heute deutlich mehr Frauen für die unsicheren und teuren Verhütungs-Computer
entscheiden, statt für die Natürliche Empfängnisregelung nach Prof. Rötzer
(NER) (http://www.iner.org/),
die einen Pearl-Index von deutlich unter 1 hat. Bei guter Anleitung und
gewissenhafter Einhaltung der Regeln der NER ist deren Pearl-Index nahezu 0,
also fast 100%ig sicher. Wichtig für Christen ist aber, dass bei der NER nichts
mehr die Liebe Trennendes, bedingt Machendes zwischen Frau und Mann steht. Ein
Paar, das die NER praktiziert, akzeptiert seine körperliche und seelische Natur
so, wie sie von Gott geschaffen worden ist. Wenn gerechte Gründe vorliegen,
eine Schwangerschaft zu vermeiden, dann muss an den fruchtbaren Tagen der Frau
auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Da Gott aber den Zyklus der Frau so
gestaltet hat, dass mehr als die Hälfte der Tage unfruchtbar sind, darf
sicherlich angenommen werden, dass diese Tage genutzt werden können, damit die
Menschen sich ihre Liebe gegenseitig schenken können. Mit
freundlichen Grüßen Manfred van
Treek |
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