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Dieser Beitrag ist seit dem 18.04.2002 auf dieser Webseite

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Migräne unter der Pille

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An: redaktion@medizinkritik.de

Hallo!

Ich bin 21 und nehme seit knapp vier Jahren die Pille.

Meine Tage bekam ich mit 14 das erste Mal, da war auch alles in Ordnung, ich hatte sie regelmäßig, aber nur alle fünf Wochen. Ein Jahr später bekam ich sie alle vier Wochen, hatte aber nach zwei Wochen Zwischenblutungen, die immer stärker wurden, so dass ich eigentlich alle zwei Wochen meine Tage hatte.

Mein Gynäkologe hat mir daraufhin Hormone verschrieben, die aber nicht geholfen haben, mit 17 bekam ich dann die Pille Biviol. Von dieser nahm ich in drei Monaten erstmal neun Kilo zu. Die Zwischenblutungen hörten jedoch auf. Nach einiger Zeit fingen sie jedoch wieder an, und ich bekam zudem Kopfschmerzen, wenn ich meine Tage hatte. Mit 19 bekam ich eine neue Pille "Leios", doch auch dabei hatte ich Zwischenblutungen und Kopfschmerzen, die zur Migräne wurden.

Im August 2001 hatte ich dann wieder zur Biviol gewechselt, doch die Zwischenblutungen und die Migräne blieben und ich erneut 6 Kilo zunahm. Jetzt hat mein Gynäkologe mir eine neue Pille aufgeschrieben. Sie heißt Petibelle. Nach der ersten Monatspackung hatte ich eine sehr starke Migräne, die Schmierblutungen sind aber immer noch da. Nicht so stark wie ohne Pille. Dafür hab ich dank der Pille aber nun Migräne. Gibt es dafür eine Lösung?

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Antwort der Redaktion

Sehr geehrte Internetbenutzerin NN.

Biviol, Leios, nochmal Biviol und Petibelle sollen also die Wunderpillen gewesen sein, die Ihrem Körper mal zeigen sollten, wo es mit dem Menstruationszyklus lang zu gehen hat. So hat es sich Ihr Gynäkologe wohl vorgestellt.

Leider schreiben Sie nicht, wie hoch Ihr Ausgangskörpergewicht gewesen ist. Grundsätzlich kann man ja auch mit 17 Jahren noch etwas Gewicht zulegen. Aber 9 kg in 3 Monaten und dann noch mal 6 kg scheint mir doch zu viel zu sein und damit eindeutig pillenbedingt. Sie schreiben auch nicht, ob die Pille ihre Blutungen insgesamt verminderten, wahrscheinlich war das aber der Fall. Die Abschwächung der Menstruation durch die Pille ist der Hauptgrund für die Gewichtszunahme und für andere Nebenwirkungen. Die pathophysiologischen Zusammenhänge habe ich für Laien verständlich auf den Seiten 46ff. meines Buches: Das Kontrazeptions-Syndrom - Gesundscheitsschädigung durch die Anti-Baby-Pille, Derscheider-Verlag, ISBN 3-930533-02-2 beschrieben. Auch Migräne und Kopfschmerzen sind anerkannte Nebenwirkungen der künstlichen Sexualhormone.

Als Ihr Gynäkologe Ihnen die Antibabypille zur Menstruationsregulierung verordnete, hatte er wahrscheinlich nicht bedacht, dass es bei manchen jungen Mädchen 100 Zyklen, also ca. 7 Jahre dauern kann, bis die sogenannte gynäkologische Reife erreicht ist, bis also weitgehend regelmäßige Zyklen stattfinden. Bei manchen jungen Frauen geht es schneller, bei manchen dauert es bis nach der ersten Schwangerschaft. Dies ist alles im Bereich des "Normalen", dies ist noch lange nicht krankhaft und braucht von daher nicht behandelt zu werden, schon gar nicht mit einem solch nebenwirkungsträchtigen Pharmakon, wie es die Antibabypille ist. Die Naturheilmedizin favorisiert in solchen Fällen von Zwischenblutungen die Heilpflanze Agnus castus (Mönchspfeffer oder wörtlich übersetzt: Keuschlamm. Präparat: z.B. Agnucaston), welche über eine sanfte Einwirkung auf die Hypophyse menstruationsregulierend wirkt. Auch ist es sinnvoll, eine Zeit lang ein Magnesiumaspartat-Präparat zu geben (Präparat: z.B. Magnesiocard).

Dies ist bei Ihnen leider nicht geschehen. Ich hoffe nur, Sie sind jetzt nicht aus Gründen des Verhütungsbedarfs von der Pille "abhängig" geworden. Wenn dies so ist, dann müssten Sie und Ihr Partner die Natürliche Empfängnisregelung nach Prof. Rötzer lernen (gleichnamiges Buch im Herder-Verlag). Wegen Kursen und Kontaktadressen: siehe www.iner.org. Ich kann Ihnen nur dringend raten, den gynäkologischen Therapievorschlägen das Vertrauen zu entziehen und nie mehr im Leben künstliche Sexualhormone zu nehmen. Ihr Körper scheint die Pille überhaupt nicht zu vertragen, dies erkennt man leicht daran, dass Sie so bald nach dem Beginn der Pillenbenutzung mit Symptomen reagiert haben. Am Schluss meines Buches finden Sie einen achtseitigen Fragebogen. Ich bin fast überzeugt, dass Sie mit Hilfe meines Fragebogens noch mehr Symptome finden werden, die sich im Verlaufe der Pilleneinnahme bei Ihnen eingestellt haben.

Sie sollten aber nun nicht in Panik geraten und darüber verzweifeln, was die Pille alles in Ihrem Körper angestellt haben könnte. Sie sind noch jung und haben sicherlich ein gutes "Heilfleisch", so dass die hormonpharmakologisch gesetzten Wunden auch wieder heilen können. Betrachten Sie die ganze Sache doch positiv und als wertvolle Lernerfahrung für Ihr weiteres Leben, und lassen Sie vor allem andere Menschen in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis mit davon profitieren.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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