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Schilddrüse u. Pille

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Schilddrüsenüberfunktion nach

langjähriger Pilleneinnahme

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Anfrage vom 24.10.2002

 

Hallo Herr van Treek

Ich bin 44 Jahre und nehme seit 28 Jahren die Pille. Bei mir wurden die verschiedensten Präparate ausprobiert (Trequilar, Sequilar, Diane, Tristep, Bioviol, Marvelon usw.) Bei jedem Präparat hatte ich Zwischenbluten und sogar beim Geschlechtsverkehr blutete es manchmal ganz heftig. Mein Frauenarzt meinte diese Blutungen wären harmlos und ich würde die Pille nicht gut vertragen. Daraus wurden 28 Jahre Anti-Babypille schlucken. Seit Ende August dieses Jahres habe ich die Pille einfach abgesetzt, denn bei mir wurde eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt Habe jetzt natürlich auch ein Problem, meinen natürlichen Zyklus wieder auf die Reihe zu bekommen. Ich hatte nach dieser Diagnose den Verdacht, dass das alles etwas mit der Pille zu tun haben könnte. Meine Hausärztin eine Internistin verordnete mir dann Favistan, was ich aber wegen der vielen Nebenwirkungen ablehne. Sie war dann ganz entrüstet und sagte mir die Schildrüsenbehandlung wäre eine Sache des Vertrauens und wenn ich das Vertrauen nicht hätte, könne sie mir auch nicht helfen.

Ich habe mir jetzt ein Naturheilmittel in der Apotheke besorgt Lycoaktin M oder ist Thyreogutt mono besser? Kann ich eines von diesen Präparaten ohne ärztliche Kontrolle einnehmen?

Oder können sie mir einen guten Naturheilmediziner in meiner Nähe nennen?

Postleitzahl 47574 Diese E-mail darf auch veröffentlicht werden.

Es wäre schön wenn sie mir helfen könnten!

 

Einen lieben Gruß

Ingrid

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27.10.2002

Hallo Frau Ingrid ....

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Eine Schilddrüsenüberfunktion tritt meistens bei Frauen auf (meiner Beobachtung nach ca. 90 %). Die Schilddrüse gehört zum Hormonsystem und wird ebenso wie die Eierstöcke von der Hirnanhangdrüse und übergeordneten Gehirnbereichen gesteuert. Bei nahezu allen Patientinnen mit Schilddrüsenüberfunktion wurde durch die künstlichen Pillenhormone das Hormonsystem manipuliert. Nicht immer nehmen die Frauen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung die Pille noch ein. Ich hatte auch schon Fälle in meiner Praxis, wo eine Autoimmunthyreoiditis mit Schilddrüsenüberfunktion einige Jahre nach Abschluss der Pilleneinnahme aufgetreten ist. Auch in diesen Fällen darf aber die früher stattgefundene Sexualhormonmanipulation mit ihrer Östrogendominanz und ihrem Mangel an natürlichem Progesteron als wahrscheinlichste Ursache angeschuldigt werden.

Eine Schilddrüsenüberfunktion, die nach Meinung Ihrer Internistin Favistan erforderlich macht, ist keine leichte Angelegenheit. Auch wenn Sie zunächst mal mehrere Monate auf ein chemotherapeutisches Thyreostatikum wie Favistan verzichten wollen, sollten Sie sich doch die „Begleitung“ Ihrer Internistin sichern.

Bei den beiden Pflanzenheilmitteln, die Sie nennen (Lycoaktin M, Fa. Steigerwald und Thyreogutt mono, Fa. Schwabe), handelt es sich um Wolfstrapp-Präparate. Ich habe gute Erfahrungen bei meinen Patientinnen mit Wolfstrapp gemacht, allerdings dauert es deutlich länger, bis die thyreostatische Wirkung anschlägt. Wolfstrapp ist die Pflanze mit der stärksten thyreostatischen Wirkung. Man muss sich über einige Wochen an eine ausreichend hohe Dosis „herantitrieren“, bis eine Dämpfung der Schilddrüse bemerkbar ist und auch die Laborwerte reagieren. Bei Favistan (Thiamazol) oder Carbimazol haben Sie den Effekt schon nach einigen Tagen, allerdings haben Sie dabei auch die Nebenwirkungen. In meiner Praxis favorisiere ich das Mutellon (Fa. Klein), welches neben Wolfstrapp noch Leonurus cardiaca (Herzgespann) zur Beruhigung des irritierten Herzens (Tachykardie/Herzrasen bei Schilddrüsenüberfunktion) und Radix Valeriana (Baldrianwurzel) zur allgemeinen Dämpfung enthält. Sollte die Herzunruhe unter Wolfstrapp aber unerträglich bleiben, dann benötigen Sie möglicherweise noch einen niedrig dosierten Betablocker. Bei der Kompliziertheit der Schilddrüsenüberfunktion wäre es also gut, wenn Sie in Freundschaft mit Ihrer Internistin verbunden blieben. Ich hoffe, sie ist offen genug, einmal etwas anderes zu versuchen; in Ihrem Falle ist es für die Ärztin leicht, weil Sie ja bereit sind, die Verantwortung selbst zu tragen, auch wenn sich der Effekt der Therapie erst später einstellt. Im Übrigen ist selbst eine unbehandelte Hyperthyreose nicht gleich lebensgefährlich. Manche Patienten haben die Symptome monatelang, bis sie mal einen Arzt aufsuchen und die Diagnose gestellt werden kann. Sollte aber nach sechs Monaten keine Besserung eingetreten sein, dann können Sie doch mal daran denken, Favistan einzunehmen.

Neben der direkten Behandlung der Schilddrüse ist die natürliche Regulation Ihres Zyklus sehr wichtig. Ich bemerkte ja am Anfang, dass Frauen durch die Pilleneinnahme in – wie in Ihrem Fall – jahrelangen Progesteronmangel geraten. Das Buch des amerikanischen Arztes und Hormonforschers Dr. John R. Lee „Natürliches Progesteron – Ein bemerkenswertes Hormon“, AKSE-Verlag (deutsche Übersetzung: Wolfgang Gerz) beschreibt ausführlich die Regulierung des gestörten Zyklus durch naturidentisches Progesteron. Die Webadresse von Dr. Lee lautet: http://www.johnleemd.com .

Die meisten Frauen mit Gesundheitsschäden durch die Pille werden überhaupt nicht gewahr, dass ihr Leiden mit ihrem jahrelangen life-style zusammenhängt. Sie ahnen nicht im geringsten, was die Pharmaindustrie, die Gynäkologen und der Machbarkeitswahn der modernen Medizin ihnen angetan hat. Sie haben auch keinen Schimmer, was sie sich selbst angetan haben.

Meine Bitte an Sie: Da Sie nun nicht mehr bereit sind, alles hinzunehmen und sich auch Ihre eigenen Gedanken machen (damit sind Sie übrigens Mitglied im elitären Club der Minderheit), benutzen Sie diese Ihre Fähigkeit und warnen andere Frauen vor diesen schrecklichen Dingen, die die moderne sog. Medizin mit ihnen veranstaltet. Danke.

Viel Glück und gute Besserung

M. van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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