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Folgen der Pille

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Blutungsstörungen und Schwindel unter der Pille, Angstattacken und andere psychische Beschwerden nach dem Absetzen derselben

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01.11.2002

An: redaktion@medizinkritik.de

Betreff: Pille

 

 

Lieber Herr van Treek.

 

Ich nahm 13 Jahre die Pille Diane 35 (infolge Akne) ohne Unterbrechung ein. Vor zwei Jahren hörte ich mit dieser infolge Kinderwunsch auf. Nach Absetzen der Pille wurde mein psychischer Zustand massiv verschlechtert. Während der Einnahme der Pille und auch zuvor hatte ich nie irgendwelche Beschwerden. Erstmals in meinem Leben bekam ich Angstattacken, war innerlich sehr unruhig und nervös. Da ich damals einen Zusammenhang mit der Pille noch nicht wahrnahm, begab ich mich auch in psychiatrische Hilfe. Vor einem Jahr wurde ich schwanger und habe heute eine gesunde Tochter von fast 4 Monaten.

 

Unsere Tochter stillte ich nur einen Monat. (Sie trank sehr schlecht und verlor dabei an Gewicht). Aus Angst vor einer Wochenbettdepression (welche ich jedoch Gott sei Dank nicht bekam) wünschte ich von meinem Arzt die Pille. Dieser verschrieb mir danach "Yasmine". Zum Zeitpunkt der Einnahme der Pille hatte ich keine Milch mehr. Ich ließ sie auf natürlichem Weg ausgehen. Im ersten Einnahmemonat der Pille begann ich sehr stark zu bluten. Außerdem trat extremer Schwindel auf. Diese "Menstruation" dauerte dann die ganze Pilleneinnahme von 21 Tagen durch und hörte erst bei der zweiten Packung wieder auf. Sie dauerte insgesamt mehr als 4 Wochen!! Der starke Schwindel verstärke sich mit der zweiten Pillenpackung sogar. Dies bewog mich nun zum sofortigen Absetzen der Pille, und zwar mitten in der Einnahmephase. Und prompt blutete ich wieder von neuem... Mein Körper u. Hormonhaushalt scheinen ganz schön durcheinander zu sein.

 

Zu meiner Schwangerschaft: Ich durfte 20 sehr schöne, gute Wochen ohne jegliche Probleme erleben. Ab der 20. SS-Woche verschlechterte sich mein psychischer Zustand

augenblicklich massiv. Ich bekam starke Panikattacken (in Menschenmengen) und fühlte mich auch sonst äußerst nervös und unruhig. Schlafen konnte ich nur noch mit Baldrian und tagsüber nahm ich pflanzliche Entspannungsdragées. Arbeiten konnte ich nicht mehr. Ich fühlte mich so schlecht wie schon lange nicht mehr. Seit der Geburt geht's mir wieder besser.

 

Während der Einnahme der Pille fühlte ich mich ansonsten psychisch ausgeglichen und gut. Nun da ich keine Pille mehr nehme, fühle ich mich wieder schlechter. Bin nervöser, unruhiger und weniger ausgeglichen. Nun meine Frage:

 

Besteht ein Zusammenhang mit Pille und Psyche?

Kann ein Absetzen der Pille zu Angststörungen führen?

 

Da mein Körper resp. mein Hormonhaushalt durch die SS und die Pille durcheinander ist, habe ich z. Zt. keine Lust auf eine neue, andere Pille.

 

Was empfehlen Sie mir (Verhütung nicht primär wichtig) und wie ist Ihre Meinung dazu?

 

Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen

NN

 

PS: Sie dürfen meinen Text veröffentlichen (bitte jedoch ohne Namen oder Mailadresse).

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11.11.2002

Liebe Frau NN,

 

was Ihr Körper und Ihre Seele 13 Jahre lang durchgemacht haben, war aus ganzheitlicher Sicht gesehen wirklich "schrecklich". Sie haben es allerdings nicht gemerkt, bei Ihnen sind die Auswirkungen erst in jüngster Zeit aufgetreten.

 

Das ist eben die Tragik und Gemeinheit der gynäkologischen Verhütungsmethoden, dass die Frauen die Nebenwirkungen meistens nicht gleich bemerken. Im Gegenteil, sie vertragen die Verhütungshormone anfangs sogar recht gut, oft bessern sich manche lästigen Beschwerden wie Akne oder Menstruationskrämpfe. Aus der Beobachtung, dass sich der psychische Zustand nach Absetzen der künstlichen Sexualhormone massiv verschlechterte, kann man auf den in manchen Fällen greifenden "süchtig machenden Charakter" der Hormonpräparate schließen; das ist aber nicht immer so.

Ihre "Zwickmühle" besteht nun allerdings darin, dass Sie ob mit oder ohne Pille jeweils in beiden Fällen Symptome haben.

 

Es hängt anscheinend damit zusammen, dass die Phase der Freiheit von der Hormonmanipulation nach Beendigung einer Pillenphase auf einigen Ebenen Körper und Seele gut getan hat. Bei erneuter Einnahme von Verhütungshormonen wehrt sich der Organismus, z.B. in der von Ihnen beschriebenen Weise. Dies habe ich bereits in duzenden Fällen beobachten können. Nach Pillenpause und Schwangerschaft treten bei erneuter Pillenbenutzung Nebenwirkungen auf, die die Frau in langen Jahren früherer Pilleneinnahme nicht hatte.

 

Das Endergebnis ist aber in jedem Falle künstlicher Sexualhormonmanipulation eine mehr oder weniger starke Gesundheitsschädigung. Diese kann Körper, Psyche oder, wie in Ihrem Fall, beides betreffen.

 

Das müssen Sie sich mal vorstellen: Jede Frau, die die Pille nimmt, wird krank.

Ca. 1500 Fälle aus meiner Praxis bestätigen mir dies. Und die GynMänner verordnen

dieses hochwirksame Pharmakon weiterhin Quartal für Quartal allein in Deutschland

an sechs Millionen Frauen. Das Leid der Frauen, die Verminderung an Lebensqualität,

die belasteten und durch Krankheit letztendlich vielfach zerrütteten Ehen schreien zum Himmel.

 

Was aber geschehen ist, ist geschehen! Die betroffenen Frauen (und Ehemänner!)

müssen es hinnehmen wie einen sonstigen Schicksalsschlag, es gehört zum modernen Leben dazu. Diese Gefahren durch dieses - ich will es einmal "Blendwerk moderner

Medizinideologie" nennen - betreffen heutzutage alle, es ist anscheinend wie eine Naturkatastrophe, wie ein Erdbeben, die meisten sind dem hilflos ausgeliefert und nur die oder der Informierte kann sich einigermaßen davor schützen.

 

Ich kann Ihnen drei Dinge raten:

 

1. Behalten Sie Ihre "Lustlosigkeit" auf die Pille für immer bei und stabilisieren Ihr

möglicherweise vorhandenes jetzt erfahrungsgestütztes gesundes Misstrauen gegen

künstliche Hormone verschreibende Gynäkologen.

 

2. Besorgen Sie sich das Buch des amerikanischen Arztes und Hormonforschers Dr. John R. Lee „Natürliches Progesteron – Ein bemerkenswertes Hormon“ AKSE-Verlag (deutsche Übersetzung: Wolfgang Gerz). Es gibt auch eine Webseite über die Arbeit Dr. Lees: http://www.johnleemd.com .

Ich kann mir vorstellen, dass die dort beschriebene Behandlung mit naturidentischem Progesteron Ihre hormonelle und seelische Dysbalance ausgleichen helfen kann.

Sie könnten sich entsprechend den vorhandenen Erfahrungen grundsätzlich selbst behandeln, es wäre aber auch empfehlenswert, sich der Begleitung durch eine Naturheilkundeärztin oder durch einen Heilpraktiker anzuvertrauen.

 

3. Schauen Sie auch noch mal auf meiner Webseite nach: dort sind in mehreren Beiträgen "ausleitende Verfahren" erwähnt. Ein gute Beschreibung dieser Verfahren finden Sie in dem Buch von Dr. Abele "Die Aschner-Fibel" aus dem Haug-Verlag.

 

Alles Gute und viel Erfolg bei "natürlichen" Behandlungen

 

Manfred van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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