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Angst vor Folgen

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Dieser Beitrag ist seit dem 05.12.2002 auf dieser Webseite

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Angst vor Folgewirkungen nach 7 Jahren Pille

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Folgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 21.11.2002

 

Hallo,

 

ich bin 25 Jahre alt und nehme seit ich 17 bin die Pille. Das war bzw. ist auch notwendig, da ich in einer festen Beziehung lebe.

 

Ich habe bis vor ungefähr ein bis zwei Jahren die monostep eingenommen.

Dann kam es zu plötzlichen Zwischenblutungen, und meine Frauenärztin führte

dies auf die Hormonzusammensetzung der Pille zurück ("diese Pille reiche nicht

mehr") und seitdem habe ich mehrere Präparate versucht (als letztes Tristep), aber bei keinem sind die Probleme komplett verschwunden. Wenn keine Zwischenblutungen auftraten, dann war zumindest ein brauner Ausfluss vorhanden.

Anfangs war noch in der ersten Woche nach der Monatsblutung alles wie es

sein sollte, jedoch traten spätestens ab dem 15. Tag des Zyklus bis zur nächsten "richtigen" Blutung konstant diese Zwischenblutungen auf.

Im letzten Zyklus war dann durchgehend der Ausfluss bräunlich bis dunkel.

Außerdem waren Blutungen während des Geschlechtsverkehrs vorhanden.

 

Jetzt habe ich nach der letzten Blutung in Absprache mit meiner Ärztin die

Pille abgesetzt und will auf eine andere Form der Verhütung umsteigen. Zunächst will ich gar nicht verhüten und auf Geschlechtsverkehr verzichten, damit sich erst mal alles normalisieren kann. Längerfristig dachte ich dann eventuell an die Spirale, da mir alle anderen natürlichen Mittel wie Temperaturmethode oder Persona o.ä. doch zu unsicher sind.

 

Leider ist aber auch in diesem ersten Zyklus nach Absetzen der Pille wieder der Ausfluss nicht so wie er sein sollte.

 

Meine Frauenärztin hat bei der Vorsorgeuntersuchung auch festgestellt, dass sofort bei Berührung eine Blutung auftritt. Sie geht von einer Entzündung des Muttermundes aus und hat mir Vaginaltabletten (Fluomycin?) verschrieben. Das Ergebnis des Abstriches lautete: PAP 2, und das ist ja noch in Ordnung.

 

Bevor ich das Ergebnis der Vorsorgeuntersuchung erfuhr, hatte ich große Angst, dass in der ganzen letzten Zeit vielleicht doch nicht die Pille das Problem war, sondern  etwas Ernstes dahintersteckt. Manchmal gibt es ja auch schon bei jungen Frauen Fälle von Gebärmutterhalskrebs.

Ich war aber regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung.

Die Ultraschalluntersuchung hat nichts ergeben.

 

Ich hatte einfach erwartet, dass sich die Sache nach Absetzen der Pille normalisiert und bin wegen des bräunlichen Ausflusses beunruhigt. Ich bin auch noch etwas besorgt, ob beim nächsten Geschlechtsverkehr wieder Kontaktblutungen auftreten. Ich hoffe nicht.

 

Vielen Dank und viele Grüße

 

C.

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Liebe Frau C.

 

Gut, dass Sie die Pille in Absprache mit Ihrer Frauenärztin abgesetzt haben. Schade allerdings, dass Ihre Frauenärztin Ihnen diesen Rat nicht schon früher gegeben hatte, denn so mussten Sie noch fast zwei Jahre lang „mehrere Präparate versuchen“, obwohl es unter keiner der Pillen besser wurde.

 

Wenn unter der Pille Zwischenblutungen und zeitweise oder dauerhaft bräunlicher Ausfluss auftritt, so bessert sich dies meiner Erfahrung nach bei den betroffenen Frauen erst, wenn diese Art der Verhütung aufgegeben wird. Von den Patientinnen, die nach solchen „Pillenversuchsreihen“ in meine Praxis kamen, hatte keine dauerhaften Erfolg durch die Einnahme eines anderen Präparates.

 

Zwar mag Ihre Frauenärztin andere Erfahrungen haben, aber ich denke, dass es mit der iatrogen (durch den Mediziner) induzierten Hormonstörung und mit der Abschwächung der natürlichen Blutung durch die Pille zu tun hat. Da die monatliche Reinigungsblutung reduziert ist und außerdem mit den Pillenhormonen eine langfristige Leberbelastung stattfindet, entgiftet sich der Organismus mit zusätzlichen Zwischenblutungen und mit der Sekretion des bräunlichen Ausflusses, wie Sie es beschreiben.

 

Die Berührungsempfindlichkeit im Muttermundbereich mit sofortiger Blutung kann mit der sogenannten Zervixektropie zusammenhängen. Frauen, die die Natürliche Empfängnisregelung gelernt haben, kennen diese Zusammenhänge normalerweise besser, als manche Gynäkologen! Unter Östrogeneinfluss kommt es in der fruchtbaren Zyklusphase zur Fruchtbarkeitsschleimbildung im Gebärmutterhalskanal, zur Erweichung der Zervix, zur Öffnung des Muttermundes und zum Nach-Außen-Stülpen der Zervikalkanalschleimhaut, eben der Zervixektropie. Die Zervikalkanalschleimhaut ist ein stark drüsenhaltiges Gewebe, das sich deutlich von dem Gewebe im Muttermundrandbereich unterscheidet.

 

Frauen, die die Pille einnehmen, stehen während des gesamten künstlichen Zyklus unter einer sogenannten Östrogendominanz, bedingt durch das Pillenhormon Ethinylöstradiol. Dadurch kann es zu einer pathologischen Zervixektropie kommen, auch wenn die Frau ein Präparat über nur 21 Tage nimmt mit folgender 7-Tage-Pause. Das künstliche Progestin (Levonorgestrel im Falle von Monostep oder Tristep) ist nicht in der Lage, eine Gegenwirkung aufzubauen, wie es durch das natürliche Progesteron gewährleistet würde. Wenn die Frau jeden Zyklus ihren normalen Eisprung hätte, dann würde ihr körpereigenes Progesteron (Gelbkörperhormon) aus dem geplatzten Eibläschen den harmonischen Ablauf ihres Zyklus gewährleisten.

 

Wahrscheinlich ist auch der künstlich induzierte Progesteronmangel einer der Gründe für das erhöhte Risiko der Pillenbenutzerinnen, an Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

Sie sehen also, dass der weibliche Organismus ein empfindliches und höchst fein gesteuertes Wesen ist, das in jedem Fall krank wird, wenn es so brutal manipuliert wird, wie es die männerdominierte Gynäkologie und die profitorientierten Hormonkonzerne wollen.

 

Leider mussten nun auch Sie eine leidvolle und angstbesetzte Zeit durchmachen, um selber die Erfahrung zu gewinnen, die Sie nun die Pille hat absetzen lassen. Wenn ich Ihnen dies gesagt hätte, als Sie mit 17 mit der Pille begonnen hatten, sie hätten es mir nicht geglaubt. Das ist nämlich die Erfahrung, die ich fast täglich mit Mädchen in der Pubertät und deren Müttern mache. „Verhütung über alles! – auch über Gesundheitsinteressen“.

 

Sie haben nun einen wichtigen Schritt zu Ihrer körperlichen Regeneration getan, aber Ihr Schreiben zeigt mir, dass die „mentale Heilung“ noch nicht vollzogen ist. Denn Sie wollen weiter „verhüten“, vielleicht mit der Spirale. Die Spirale ist allerdings auch ein gewaltsamer Eingriff in die Natur der Frau, sie ist ein Fremdkörper, welcher schon vielen Frauen übelste Probleme bereitet hat. Das mental Krankhafte und damit am meisten Kränkende am Verhütungsdenken der Menschen (hier im Falle der Spirale) ist aber, dass es vielen Spiralenbenutzern (auch der Mann ist daran beteiligt!) überhaupt nichts mehr ausmacht, dass ihre gezeugten Kinder durch die Spirale einfach umgebracht werden. Die Spirale verhindert die Einnistung des 4-6 Tage alten Embryos. Der Embryo ist das durch die liebende Vereinigung der Eltern entstandene Kind in seinem frühesten Lebensstadium. Stellen Sie sich das mal vor, was das für die Volksseele, für den Volkscharakter bedeutet! Die Leute denken, sie hätten ein Recht auf jederzeit verfügbaren Sex, sie merken gar nicht, dass ihr Verhalten mittlerweile Suchtcharakter angenommen hat, sie töten ihr eigenes Fleisch und Blut, wobei sie sich der Hilfe durch gewissenlose Mediziner bedienen, und sie wundern sich dann, wenn ihre Beziehungen, die das Produkt ihrer (vermeintlichen) Liebe nicht haben wollen, zerbrechen.

 

Was halten Sie davon, mit Ihrem Körper und mit Ihrer Seele in Zukunft liebevoll umzugehen? „Persona“ und die alleinige „Temperaturmethode“ sind unsicher, das haben Sie oben bereits erwähnt, und das stimmt. Aber was halten Sie davon, die Natürliche Empfängnisregelung nach Professor Rötzer zu erlernen? Da wird die Temperaturkurve in eine Tabelle eingetragen und mit dem Fruchtbarkeitsschleim kombiniert ausgewertet. Das gibt Ihnen nahezu hundertprozentige Sicherheit!

 

Sollten Sie weiterhin Probleme mit Ihrem Zyklus haben, so mögen Sie die Webseite von Elisabeth Buchner www.hormonselbsthilfe.de besuchen.

 

Wie finden Sie folgende Weisheit: „Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance.“? (Victor Hugo, aus: der große Gesundheitskonz S. VIII).

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Manfred van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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