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Ziehende Unterbauchschmerzen nach Absetzen der Pille

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Folgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 22.01.2003

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich, 34 Jahre alt, habe sehr, sehr lange (über 10 Jahre, mit einer 3-monatigen Pause Anfang 1996) ein hormonelles Verhütungsmittel, Marvelon, angewendet. Ich hatte auch nie Probleme damit, bis auf die Tatsache, dass ich während der sog. Menstruation bzw. Entzugs-/Abbruchblutung teilweise migräneartige Kopfschmerzen hatte, die ich aber stets mit Aspirin therapieren konnte.

 

Nun habe ich mich aus verschiedenen Gründen dafür entschieden, die Pille abzusetzen und nehme seit 9 Tagen also keine Pille mehr ein. Seit 7 Tagen bemerke ich Beschwerden wie ein schweres Gefühl, dazu leichtes, aber spürbares Ziehen rechts und links im Unterleib. Bei vorsichtigem Drücken ist der Unterbauch auch druckempfindlich, strahlen die Eierstöcke dorthin aus?

 

Kann all dies damit zusammenhängen, dass die Eierstöcke nach einer langen Zeit der Untätigkeit ihre normale Produktion etc. wieder aufnehmen und es daher zu diesen Symptomen kommt? Gibt es Erfahrungswerte, wie lange diese Symptome anhalten?

 

Ich habe zwar in 5 Tagen einen Termin bei meiner Frauenärztin, möchte mich aber im Vorfeld gern informieren.

 

Vielen Dank

 

KM

 

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Sehr geehrte Frau KM.

 

Vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage.

 

Die Erklärung, die Sie selber für Ihre Beschwerden geben, scheint mir genau den Kern der Sache zu treffen. Bei weitem nicht alle Frauen haben nach Absetzen der Pille diese Symptome. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Beschwerden nur im ersten Zyklus nach Absetzen der Pille auftreten. Manchmal kann es aber auch ein halbes Jahr dauern, bis der Zyklus sich nach einer so langen Zeit der Manipulation durch künstliche Hormone wieder normalisiert.

 

Eine gute Aussage über die „Normalität“ ihres natürlichen Zyklus erhalten Sie über die Selbstbeobachtung im Sinne der Natürlichen Empfängnisregelung, also Temperaturmessung, Schleimbeobachtung und Eintragen der Beobachtungen in eine Tabelle (Die Tabellen befinden sich im Anhang des Buches: Natürliche Empfängnisregelung von Prof. Rötzer, Herder-Verlag). Auch solche von Ihnen beschriebenen unangenehmen Symptome sollten beim entsprechenden Datum in die Tabelle eingetragen werden; sie sind möglicherweise wichtig für die Zyklusdiagnostik aus Ihrer Selbstbeobachtung, die Ihre Frauenärztin sicherlich kennt, und die sie in enger Zusammenarbeit mit Ihnen durchführen sollte.

 

Wenn die Normalisierung Ihres Zyklus aber länger dauert, dann ist Behandlung mit Agnus castus (Agnucaston© ) oder mit natürlichem Progesteron (Progestogel©) empfehlenswert. Informationen über diese Behandlungsmöglichkeit können Sie oder Ihr Arzt auf der Webseite des amerikanischen Arztes und Hormonforschers Dr. John R. Lee http://www.johnleemd.com erhalten.

 

Man kann auch die Meinung vertreten, allen Frauen zu empfehlen, nach Absetzen der Pille eine Zeit lang natürliches Progesteron in Gelform zu benutzen. Denn durch die jahrelange Pillenbenutzung mit unterdrücktem oder nur seltenem Eisprung fehlte der Frau ihr natürliches Progesteron (Gelbkörperhormon, entsteht beim und nach dem Eisprung). Somit leidet die Pillenbenutzerin unter der nicht ungefährlichen Östrogendominanz des künstlichen Ethinylöstradiols der Pille.

 

Gute Besserung.

Mit freundlichen Grüßen

 

M. van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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