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Zyklus-Problem

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Dieser Beitrag ist seit dem 17.02.2003 auf dieser Webseite

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Der Zyklus will sich nicht einspielen

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Folgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 11.2.2003

Hallo,

ich habe im September die Pille (Microgynon) abgesetzt, da ich immer wieder vergessen hatte sie einzunehmen. Da wir eh doppelt verhütet haben, dachte ich mir, dann kann ich auch ganz damit aufhören.

Ich habe die Pille seit der Geburt meiner Tochter (1995) durchgehend genommen. Hatte Anfang 2002  ein Unwohlsein (Schwindel, Herzrasen, Launisch) mein Hausarzt meinte es kommt von der Psyche. Habe aber hier irgendwo gelesen, dass es auch mit der Pille zusammenhängen könnte.

Jetzt aber zurück zum Anfang: Anfang Dezember verspürte ich dann Schmerzen in meiner rechten Brust. Dachte es kommt daher, weil die Periode kommt. Im Januar war es aber so schlimm, dass ich nicht auf dem Bauch schlafen konnte. Meine Frauenärztin war in Urlaub, die Vertretung meinte es kommt, weil ich die Pille abgesetzt habe, ich solle mir keine Gedanken machen. Als meine Ärztin dann wieder da war, sagte sie mir dasselbe und verschrieb mir Mastodynon (es schmeckt widerlich).Ich nehme es jetzt seit gut 14 Tagen, aber wirklich geändert hat sich nichts.

Mein Zyklus fing an mit 3 Wo 3Tage und war zuletzt auf 3 Wo 6Tage, dass ich dachte, es hätte sich so langsam eingespielt. Und was ist diesen Monat? 3 Wo3T. Es macht mich wahnsinnig. Wieso spielt sich der Zyklus nicht ein?

Damals habe ich die Pille 6 Jahre am Stück genommen (16-22) und nach dem Absetzen hatte ich keine Probleme. Dann kam 1.Schwangerschaft , 1 Jahr Pille, 2.Schwangerschaft, 7 Jahre Pille.

Bin ich mit 33 jetzt zu alt?

Ich möchte wegen der Zyklusgeschichte nicht schon wieder zu meiner Ärztin gehen. Was können sie mir empfehlen?

Danke

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Antwort der Redaktion vom 16.02.2003

Sehr geehrte Anfragerin.

Ich darf zusammenfassen:

16.-22.Lj.: Pille.

23.Lj.: 1. Kind.

23.-24.Lj.: Pille.

25.Lj.: 2. Kind.

25.-32.Lj.: Pille.

32.Lj.: Anfang 2002 erstmals Nebenwirkungen bemerkt: Unwohlsein, Schwindel, Herzrasen, Stimmungsschwankungen.

32.Lj.: September 2002 Pille abgesetzt.

33.Lj.: Ende 2002 Brustschmerzen

33.Lj.: Januar 2003 Verschlimmerung der Brustschmerzen, Patientin kann nicht auf dem Bauch schlafen.

33.Lj.: Oktober 2002 bis Februar 2003 Schwankungen des Zyklus um bis zu 3 Tagen.

Zu Ihren Fragen:

Mit 33 Jahren sind Sie überhaupt nicht zu alt. Ob Sie wegen Ihrer „Zyklusgeschichte“ schon wieder zur Ärztin gehen, müssen Sie selber entscheiden. Was ich Ihnen aber sagen kann, ist folgendes: Zyklusschwankungen solch geringen Ausmaßes sind völlig normal. Das hat Professor Rötzer, der allgemein als der „Vater der Natürlichen Empfängnisregelung“ bezeichnet wird, in seinem Buch „Der natürliche Zyklus der Frau – von der Vorpubertät bis zu den Wechseljahren“ sehr gut beschrieben (Herder-Verlag). „Normal ist mehr, als man denkt“ steht dort zu lesen. Der natürliche Zyklus der einen Frau ist kürzer, der der anderen ist länger. In dem einen Monat kann er 24 Tage oder kürzer sein, im nächsten Monat 32 Tage oder länger. Wichtig ist, dass die Temperaturhochlage mindestens 10 Tage dauert, denn wenn sie kürzer ist, dann könnte die Frau eine Gelbkörperschwäche haben und sie könnte dann möglicherweise keine Kind empfangen. Das können Sie für sich aber nur herausfinden, wenn Sie die Selbstbeobachtungen im Sinne der Natürlichen Empfängnisregelung machen (siehe www.iner.org).

Lassen Sie sich bitte nicht von Ihrem wahrscheinlich völlig normalen Zyklus beunruhigen. Ich finde es übrigens prima, dass Sie nach so vielen Jahren Hormonmanipulation endlich Schluss mit der Pille gemacht haben. Die Nebenwirkungen hatten Ihnen gezeigt, dass es für diesen Schritt höchste Zeit wurde. 13 Jahre Pilleneinnahme waren ja auch keine Kleinigkeit. Eine Frau, die ihre Pille ständig vergisst, hat entweder einen unbewussten Kinderwunsch, oder sie ist pillenmüde. Unter der Pille war Ihr „Zyklus“ (in Anführungszeichen, weil es kein natürlicher Zyklus, sondern eben ein Pillenzyklus war) zwangsweise immer 28 Tage lang. Daran haben Sie sich so gewöhnt, dass Ihnen das Normale nun unnormal erscheint, das macht Sie nun „wahnsinnig“, wie Sie schreiben. Also: bitte nicht!!

Ihre Brustbeschwerden zeigen mir aber, dass Ihr Hormonsystem nach all den Jahren der Fremdbestimmung möglicherweise eine Zeit lang eine Stütze in Form des über die Haut anwendbaren, natürlichen Gelbkörperhormons braucht. Diese Behandlungsmethode wird ausführlich in dem Buch „Natürliches Progesteron – ein bemerkenswertes Hormon“ von John R. Lee, AKSE-Verlag beschrieben. Siehe auch: http://www.johnleemd.com .

Alles Gute in Ihrer nun pillenbefreiten Zeit.

Mit freundlichen Grüßen

M. van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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