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Pille und Gewicht

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Dieser Beitrag ist seit dem 21.05.2003 auf dieser Webseite

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Thematik: Pille und Gewicht

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Folgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 11.5.2003

Hallo!

Ich bin 22 Jahre alt und nehme seit drei Jahren die Pille. Mit der Einnahme
habe ich allein zum Zweck der Verhütung begonnen, das heißt ich hatte und habe keine Menstruationsbeschwerden.
Nach einem Jahr habe ich zum ersten Mal eine Gewichtszunahme bemerkt. Jedoch kam ich nicht auf den Gedanken, diese mit der Pille in Verbindung zu bringen, sondern schob es auf meine Essgewohnheiten. Ein
weiteres Jahr später war ich sicher, dass die Gewichtszunahme nur an der
Pille liegen kann, da ich vorher nie Probleme hatte, mein Gewicht zu halten (58 kg bei 1,68 m) oder auch zu reduzieren, wenn ich mich beim Essen ein bisschen zurückgehalten habe. Also ließ ich mir von meinem Frauenarzt die Pille Petibelle verschreiben (vorher hatte ich Leios), damals grade neu auf dem Markt und hochgelobt, da sie angeblich keinen Einfluss aufs Gewicht nimmt. Seit einem Jahr beschäftige ich mich nun
sozusagen damit, wieder auf mein Normalgewicht zu kommen, bin aber immer noch konstant bei 69kg. Dazu möchte ich auch noch sagen, dass ich keineswegs zehn Diäten nacheinander durchprobiere, sondern ich ernähre mich einfach gesund, esse das, was mein Körper braucht und nur selten Süßes. Außerdem treibe ich fünf Tage die Woche Sport. Meiner Meinung nach ist bei einem solchen Lebenswandel 10 Kilo zu viel beinahe unmöglich.
Ich verstehe absolut nicht, wieso ich nicht schon längst wieder bei meinem
Normalgewicht bin. Früher habe ich meist nicht so konsequent auf meine Ernährung geachtet wie jetzt und konnte trotzdem schnell abnehmen, wenn ich mich grade nicht mehr so wohl gefühlt habe. Nun spiele ich mit dem Gedanken, die Pille erst mal total abzusetzen. Könnte sie wirklich der entscheidende Faktor im Stoffwechsel sein, auch wenn sie angeblich das Gewicht nicht beeinflusst?
Zur Zeit wäre eine Absetzung der Pille für mich nicht weiter problematisch, da ich momentan keine Beziehung habe. Die Frage der Verhütung ist also nicht aktuell. Ich frage mich nur, was dann auf mich zukommt, wenn ich wieder verhüten muss, hoffentlich nicht zehn Kilo. Mit alternativen Verhütungsmethoden habe ich mich noch nicht beschäftigt. Kondome sind mir viel zu unsicher.

Auf die Antwort bin ich sehr gespannt. es hängen immerhin 10 Kilo davon ab ;-)

Danke! A.

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Antwort der Redaktion vom 16.05.2003:

Sehr geehrte Frau A...

 

Vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage. Da soviel davon abhängt, will ich Ihnen rasch antworten. J

Bei Ihrem ansonsten sportlichen und von der Ernährung her gesunden Lebenswandel können es nur die durch die Pillenhormone hervorgerufenen Stoffwechselstörungen sein, die für diese deutliche Gewichtszunahme ursächlich sind. Da bin ich mir zu schätzungsweise 90 % sicher.

 

Haben die modernen Verhütungs-Wunderpillen nicht klangvolle Namen? – „Petibelle“ – „Leios“.

Petibelle = „die kleine Schöne“.

„Laios, in der griechischen Mythologie König von Theben, Gatte der Iokaste und Vater des Ödipus. Nachdem das Orakel von Delphi prophezeiht hatte, dass sein eigener Sohn ihn töten werde, setzte Laios das neugeborene Kind an einem Berg aus. Doch ein Schäfer fand das Kind und zog es groß. Die Prophezeihung erfüllte sich: Als junger Mann tötete Ödipus unwissentlich seinen Vater.“ (aus: microsoft encarta).

Die Schreibweise der Pille Leios ist allerdings anders als die des Königs Laios von Theben. Ob die "Schöpfer" dieser Pille an diesen Zusammenhang gedacht haben? Ich weiß es nicht. Aber durch die modernen Mikropillen finden ja auch "Kindesaussetzungen" statt. „Wieso das?“ werden Sie fragen.

Schauen Sie sich doch nochmal auf meiner Webseite www.medizinkritik.de den Beitrag vom 1.4.2003 "Angstzustände nach Beginn mit der Pille" an. Dort habe ich die Problematik der Nidationshemmung durch Ausbildung einer minderwertigen, zur Einnistung nicht geeigneten Gebärmutterschleimhaut durch die Pille beschrieben. Durch diese Nidationshemmung und auch durch die Desynchronisation des Tubentransportes des Embryos kommt es durchaus zur "Kindesaussetzung". Also: der wohlklingende Name "Leios" mit Assoziation zur griechischen Mythologie hat durchaus seine Berechtigung.

 

Leider finden neben der frühabtreibenden, „kindesaussetzenden“ Wirkung der Antibabypille auch geistig-seelische Kindesaussetzungen in großem Maßstab statt. Ich meine damit die Mentalitätsmanipulation, welcher diejenigen Populationen unterworfen waren, bei welchen Pillenverhütung zum Standard wurde, also die westeuropäischen.

Kinder werden heute nicht mehr als Segen, als Geschenk Gottes betrachtet, sondern als Schaden, als Last, und oft als Ergebnis einer misslungenen Verhütung. Die modernen Menschen wissen heutzutage anscheinend gar nicht mehr, dass die Sexualität in erster Linie der Fortpflanzung dient und erst an zweiter, aber nicht weniger wichtigen Stelle dem Liebesleben der Partner bzw. Eheleute. Das Kind ist die Frucht der Liebe und die Liebe bringt das Kind hervor. Wenn dieses Naturgesetz nicht anerkannt wird, dann können die Liebesbande zwischen den Partnern meistens nicht dauerhaft halten. Dann gibt es eben nur „Lebensabschnittsgefährten“ und keine verlässliche, lebenslange Treue.

 

Gegen Ende Ihrer Anfrage findet sich in jedem Satz das Wort „Verhütung“ und es keimt Ihre Sorge auf, „was auf Sie zukommt, wenn Sie wieder verhüten müssen“. Wie schade, dass Sie verhüten „müssen“, ob „standardisiert“ oder „alternativ“.

 

Da "Verhütung" zur Zeit für Sie nicht wichtig ist, können Sie die Pilleneinnahme nach der letzten Pille der zur Zeit benutzten Pillenpackung beenden. Fernerhin sollten Sie sich gleich morgen das Buch von Professor Rötzer: Natürliche Empfängnisregelung – Der partnerschaftliche Weg aus dem Herder-Verlag kaufen. Daraus haben auch meine Frau und ich gelernt. Die NER nach Rötzer ist ohne Nebenwirkungen, ohne moralische oder religiöse Bedenken und vor allem partnerschaftsfördernd. Dann wäre eher zu hoffen, dass der „Empfängnisregelungsbedarf“ nicht schon wieder nach drei Jahren aufgehoben ist, so wie jetzt bei Ihnen der „Verhütungsbedarf“ nach drei Jahren Pille nicht mehr da ist.

Wegen persönlicher Beratungen und Kursangeboten können Sie auf der Webseite www.iner.org nachsehen.

 

Ich hoffe für Sie, dass Sie einen Partner finden, der eine positive Einstellung zum Kind hat; dann wird er auch eine positive Einstellung zu Ihrer „Frauengesundheit“ haben und Sie mit der NER unterstützen.

 

Mit freundlichen Grüßen und viel Glück

 

M. van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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