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Psych. Abweichung

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Positiver Einfluss der Pille auf

psychische Abweichungen?

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Folgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 20.06.2003


Sehr geehrter Herr van Treek.

Ich nahm eineinhalb Jahre die Mikropille: "Micronovum", bei welcher ich zwar keine Periode mehr hatte (da sie einhormonell ist), jedoch hatte sie für mich einen positiven Nebeneffekt: ich konnte mich besser konzentrieren.
Mehr noch: Sie machte mich generell ruhiger, ich war fähig Gedankengänge zu ende zu bringen, konnte geregelt schlafen, und fühlte keinen Drang mehr in mir, hyperaktiv zu sein.
Erst als ich die Einnahme für 3 Monate unterbrach merkte ich, was für eine Hilfe diese Pille ist: Ich wurde zunehmend schwankender was meine Stimmungen betrifft. Ich nahm alles persönlich und machte aus vielem eine Tragödie. Kleine Krisen sah ich als Katastrophe an und konnte abends nur schwer zur Ruhe kommen.
Nun nehme ich die Micronovum wieder, und es geht schon wieder besser.
Aber macht mich das nicht irgendwie abhängig?
Gibt es Studien über den Einfluss der Pille auf psychische Abweichungen oder gar auf Schizophrenie?
 

Vielen Dank

C.

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Antwort der Redaktion vom 26.06.2003: 

 

Sehr geehrte Frau C.

  

Vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage.

 

Da die Pille Einfluss auf die Psyche gesunder Frauen hat, wird sie auch Einfluss auf psychische Abweichungen haben. Studien darüber kenne ich nicht. Wenn es Ihnen aber ohne Pille schlechter ging, so ist zu fragen, wo hier die Ursachen liegen und ob die Pillenhormone die Ursachen nicht nur verdecken. Wenn dies der Fall ist, dann werden Sie um die Möglichkeit gebracht, die Ursachen heraus zu finden. Wenn die Pille Sie in Ihrem persönlichen Fall in einen für Sie eigentlich „außergewöhnlichen Bewusstseinszustand“ bringt, dann könnte man schon von einer gewissen „Abhängigkeit“ sprechen. Abhängig machende Drogen sind dadurch charakterisiert, dass sie ihre Konsumenten in „außergewöhnliche Bewusstseinszustände“ bringen, die den Drogenkonsumenten gefallen und die sie sonst nicht erreichen können. Daher der psychische Drang, immer wieder Drogen einzuverleiben.

 

In Ihrem Fall vermute ich aber, dass die künstlichen Pillenhormone bei Ihnen irgendein „Hormonloch“ stopfen, welches für die beschriebenen psychischen Abweichungen haupt- oder mitverantwortlich ist. Sie könnten prüfen, ob Sie möglicherweise vorliegende Hormonmangelzustände nicht mit natürlichen Hormonhilfen (www.hormonselbsthilfe.de) beheben können. Dies könnte von längerem Wert sein als die Einnahme der Pillenhormone, denn irgendwann im Leben wollen Sie die Pille ja vielleicht auch mal wieder absetzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

M. van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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