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Dieser Beitrag ist seit dem 16.07.2003 auf dieser Webseite
Gelbkörperschwäche - Pille -und die Folgen
Folgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 26.5.2003:
Hallo,
Viele Grüße
M.
Zwischenantwort am 10.6.2003:
Hallo Frau
M.
Erweiterte Anfrage am 10.6.2003:
Hallo,
Löst das nun mein Problem auch nicht?
Vielen Dank.
M.
Mit freundlichen Grüßen M.
Antwort der Redaktion Medizinkritik vom 15.7.2003:
Sehr geehrte Frau M.
Entschuldigen Sie bitte meine so sehr verspätete Antwort auf Ihre dringliche Anfrage. Ich habe in der letzten Zeit ein Flut von Email-Anfragen bekommen.
Zur Ausgangslage Ihres Problems: - Gesetzt den Fall, Sie haben mit 12 Jahren Ihre Menarche gehabt, dann hätten Sie jetzt, im Alter von 24 Jahren, immerhin 2/3 Ihres fruchtbaren Frauenlebens Ihren natürlichen Zyklus durch die Einnahme künstlicher Hormone unterdrückt (von 16.-24). - Sie haben mindestens 4 verschiedene Pillensorten benutzt. - „Diane“ zunächst anscheinend nicht zur Verhütung, sondern wegen „zu vieler männlicher Hormone“. - „Diane“ wurde vor 2 Jahren von der Frauenärztin abgesetzt. - Mit „Jasmin“ waren Sie nicht zufrieden. - Sie haben durch Vermeidung der üblichen Pillenpausen mehrmals Ihre Monatsblutung künstlich verschoben. - Im Februar 2003 hat diese Blutungsverschiebung nicht mehr funktioniert, Sie bekamen Zwischenblutungen. - Bei der Einnahme von „Desmin“ bekamen Sie Pigmentflecken im Gesicht, vermutlich das sog. Chloasma. - Es treten Zwischenblutungen und bräunlicher Ausfluss auf. - Das Scheidenmilieu scheint sich nach nun acht Jahren Pille und verschiedenen Pillenwechseln irgendwie zu verändern. - Ihre Beziehung leidet unter den ganzen Schwierigkeiten. - Sie wünschen eine „einfach“ zu handhabende Partnerschaft. - Ihr neuer Frauenarzt versucht es nun mit der „Valette“.
1. Sie könnten nun diese Auflistung Ihrem neuen Gynäkologen vorlegen und ihn fragen, welche Beweise er noch braucht, um zu erkennen, dass Sie die Pille nicht mehr vertragen und um Ihnen von der weiteren Einnahme abzuraten.
2. Sie könnten aber auch gemeinsam mit Ihrem Freund innehalten und mit ihm darüber nachdenken, warum Sie nicht selber oder vielleicht auch in gemeinsamer Entscheidung mit ihm nicht längst den konsequenten Richtungswechsel vollzogen haben.
Möglicherweise können Sie den Grund für die Fragestellung unter 2. erkennen: Sie wollen eine „einfach zu handhabende Partnerschaft“ und sie wollen, dass „ihr Problem gelöst wird“. Diese Lebenshaltung will Verantwortung abgeben und neigt zur Passivität. Es fällt dann schwer, eingefahrene Wege zu verlassen und zu neuen Horizonten aufzubrechen.
In Bezug auf die künstliche Schwangerschaftsverhütung haben es Gynäkologie und Pharmaindustrie ja glänzend geschafft, die Menschen glauben zu machen, die Einnahme künstlicher Hormone gehöre zum Frauenleben dazu. Die größte Schwierigkeit, diese Fehlinformation zu überwinden, besteht darin, dass die herkömmlichen Gynäkologen dies selbst zu glauben scheinen.
Ich möchte Ihnen gerne raten, sich mit Elisabeth Buchner, der Autorin der Webseite www.hormonselbsthilfe.de in Verbindung zu setzen. Bei ihr bekommen Sie von Pharmawerbung unabhängige Informationen.
Eine Frau sollte ihre Monatsblutung nicht durch die Einnahme künstlicher Hormone verschieben. Es gibt dafür keine vernünftige Indikation. Weder eine Operation noch leistungssportliche Events sind gerechtfertigte Indikationen. Selbst wenn dies einige Male gut funktioniert, so wird die Natur der Frau eben nach einem gewissen Zeitraum oder bei einer später in dieser Weise durchgeführten Manipulation durch Hormon- oder Zyklusstörungen reagieren.
Es ist für die Frau und überhaupt für die Beziehung, also auch für den Partner oder Ehemann viel interessanter und weniger nervig, wenn die Natürliche Empfängnisregelung nach Professor Rötzer beherrscht wird (siehe www.iner.org). Interessanter, weil das Paar mit Staunen den Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Fruchtbarkeit begegnet. Weniger nervig, weil der Körper der Frau seine natürliche Selbststeuerung behält, die Frau gesund bleibt und nicht mehr stundenlang und sinnlos in Gynäkologenwartezimmern sitzen muss.
Ein Letztes noch zum Beginn Ihrer Pilleneinnahme, als Sie 16 Jahre alt waren. Es ist gar nicht selten, dass junge Mädchen durch Stress eine Gelbkörperschwäche bekommen und dadurch ein Zuviel an männlichen Hormonen produzieren. Die künstlichen Pillenhormone unterdrücken zwar die Bildung der männlichen Hormone, aber die Ursache, der Mangel an Gelbkörperhormon, wird nicht beseitigt. Im Gegenteil wird durch die Eisprungunterdrückung die Produktion des körpereigenen Progesterons noch weiter vermindert.
Ich hoffe, Sie und Ihr Partner treffen eine kluge Entscheidung.
Mit freundlichen Grüßen
M. van Treek
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