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Gelbkörperschwäche

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Dieser Beitrag ist seit dem 16.07.2003 auf dieser Webseite

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Gelbkörperschwäche - Pille -

und die Folgen

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Folgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 26.5.2003:

 

Hallo,

ich hoffe, Sie können mir helfen.

1. Ich bin 24 Jahre und nehme seit meinem 16. Lebensjahr die Pille.

Aufgrund zu vieler männlicher Hormone habe ich Anfangs die Diane verschrieben bekommen. Vor zwei Jahren schlug meine Frauenärztin einen Wechsel der Pille vor.
Ich bekam dann die Jasmin. Mit dieser Pille war ich nicht wirklich zufrieden. Daraufhin bekam ich die Desmin.

Ich hatte früher nie Probleme mit Zwischenblutungen oder Verschieben der Regel. Im Februar diesen Jahres bin ich operiert worden und wollte meine Regel aus diesem Grund verschieben, was aber nicht klappte. Ich wollte die Pille durchnehmen, bekam aber dann für ca. 10 Tage Zwischenblutungen bis ich die Einnahme unterbrach und meine normale Regel bekam. (meine Frauenärztin hat mich immer vertröstet „das wäre normal...“). Im übrigen reagiert meine Haut bei dieser Pille auch mit sehr heftigen Pigmentflecken nach dem Sonnen.

So nun habe ich wieder seit 4 Tagen Zwischenblutungen mehr bräunlich wie rötlich. Mein Freund findet das langsam auch nicht mehr schön und unsere Beziehung leidet sehr darunter, weil ich mich dann auch nicht wohl fühle.

2. Nach dem Verkehr riecht die Scheide auch oft komisch, sehr säuerlich bzw. unangenehm.
Ich habe das Gefühl der pH-Wert ist dann nicht in Ordnung. Dafür nehme ich Vagisan oder Vagiflor, das ist aber auf Dauer auch keine Lösung, weil die nicht billig sind.

Ich würde mich freuen wenn Sie einen Vorschlag für mich hätten, damit meine Partnerschaft wieder einfach wird. In einer Woche habe ich wieder einen Termin beim Frauenarzt.

 

Viele Grüße

 

M.

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Zwischenantwort am 10.6.2003:

 

Hallo Frau M.
Ich kam leider erst jetzt dazu, mich mit Ihrer Anfrage vom 26.5.2003 zu
befassen. Zuvor möchte ich Sie aber bitten, mir noch kurz mitzuteilen, was denn Ihr neuer Frauenarzt vorgeschlagen hat.

Mit freundlichen Grüßen
M. van Treek

 

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Erweiterte Anfrage am 10.6.2003:

 

Hallo,


ich habe nun die "Valette" verschrieben bekommen. Nach der dritten Packung soll ich noch einmal zur Untersuchung kommen.

Zu meinem zweiten Problem, ich habe nächste Woche noch einen Termin zur Untersuchung (ging ja nicht vorher wegen den Zwischenblutungen), um festzustellen woran es liegt. (eventuell auch an meinem Freund..)
Nun habe ich im Internet gelesen, das die Valette "bestimmte Scheideninfektionen" begünstigt. Und dass der pH-Wert der Scheide von Hormonen gesteuert wird.

Löst das nun mein Problem auch nicht?


Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.
 

Vielen Dank.

 

M.
 

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“Erinnerung“ am 4.7.2003:


Hallo,
haben Sie schon eine Antwort für mich?
Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

M.

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Antwort der Redaktion Medizinkritik vom 15.7.2003:

 

Sehr geehrte Frau M.

 

Entschuldigen Sie bitte meine so sehr verspätete Antwort auf Ihre dringliche Anfrage. Ich habe in der letzten Zeit ein Flut von Email-Anfragen bekommen.

 

Zur Ausgangslage Ihres Problems:

-         Gesetzt den Fall, Sie haben mit 12 Jahren Ihre Menarche gehabt, dann hätten Sie jetzt, im Alter von 24 Jahren, immerhin 2/3 Ihres fruchtbaren Frauenlebens Ihren natürlichen Zyklus durch die Einnahme künstlicher Hormone unterdrückt (von 16.-24).

-         Sie haben mindestens 4 verschiedene Pillensorten benutzt.

-         „Diane“ zunächst anscheinend nicht zur Verhütung, sondern wegen „zu vieler männlicher Hormone“.

-         „Diane“ wurde vor 2 Jahren von der Frauenärztin abgesetzt.

-         Mit „Jasmin“ waren Sie nicht zufrieden.

-         Sie haben durch Vermeidung der üblichen Pillenpausen mehrmals Ihre Monatsblutung künstlich verschoben.

-         Im Februar 2003 hat diese Blutungsverschiebung nicht mehr funktioniert, Sie bekamen Zwischenblutungen.

-         Bei der Einnahme von „Desmin“ bekamen Sie Pigmentflecken im Gesicht, vermutlich das sog. Chloasma.

-         Es treten Zwischenblutungen und bräunlicher Ausfluss auf.

-         Das Scheidenmilieu scheint sich nach nun acht Jahren Pille und verschiedenen Pillenwechseln irgendwie zu verändern.

-         Ihre Beziehung leidet unter den ganzen Schwierigkeiten.

-         Sie wünschen eine „einfach“ zu handhabende Partnerschaft.

-         Ihr neuer Frauenarzt versucht es nun mit der „Valette“.

 

1. Sie könnten nun diese Auflistung Ihrem neuen Gynäkologen vorlegen und ihn fragen, welche Beweise er noch braucht, um zu erkennen, dass Sie die Pille nicht mehr vertragen und um Ihnen von der weiteren Einnahme abzuraten.

 

2. Sie könnten aber auch gemeinsam mit Ihrem Freund innehalten und mit ihm darüber nachdenken, warum Sie nicht selber oder vielleicht auch in gemeinsamer Entscheidung mit ihm nicht längst den konsequenten Richtungswechsel vollzogen haben.

 

Möglicherweise können Sie den Grund für die Fragestellung unter 2. erkennen: Sie wollen eine „einfach zu handhabende Partnerschaft“ und sie wollen, dass „ihr Problem gelöst wird“. Diese Lebenshaltung will Verantwortung abgeben und neigt zur Passivität. Es fällt dann schwer, eingefahrene Wege zu verlassen und zu neuen Horizonten aufzubrechen.

 

In Bezug auf die künstliche Schwangerschaftsverhütung haben es Gynäkologie und Pharmaindustrie ja glänzend geschafft, die Menschen glauben zu machen, die Einnahme künstlicher Hormone gehöre zum Frauenleben dazu. Die größte Schwierigkeit, diese Fehlinformation zu überwinden, besteht darin, dass die herkömmlichen Gynäkologen dies selbst zu glauben scheinen.

 

Ich möchte Ihnen gerne raten, sich mit Elisabeth Buchner, der Autorin der Webseite www.hormonselbsthilfe.de  in Verbindung zu setzen. Bei ihr bekommen Sie von Pharmawerbung unabhängige Informationen.

 

Eine Frau sollte ihre Monatsblutung nicht durch die Einnahme künstlicher Hormone verschieben. Es gibt dafür keine vernünftige Indikation. Weder eine Operation noch leistungssportliche Events sind gerechtfertigte Indikationen. Selbst wenn dies einige Male gut funktioniert, so wird die Natur der Frau eben nach einem gewissen Zeitraum oder bei einer später in dieser Weise durchgeführten Manipulation durch Hormon- oder Zyklusstörungen reagieren.

 

Es ist für die Frau und überhaupt für die Beziehung, also auch für den Partner oder Ehemann viel interessanter und weniger nervig, wenn die Natürliche Empfängnisregelung nach Professor Rötzer beherrscht wird (siehe www.iner.org). Interessanter, weil das Paar mit Staunen den Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Fruchtbarkeit begegnet. Weniger nervig, weil der Körper der Frau seine natürliche Selbststeuerung behält, die Frau gesund bleibt und nicht mehr stundenlang und sinnlos in Gynäkologenwartezimmern sitzen muss.

 

Ein Letztes noch zum Beginn Ihrer Pilleneinnahme, als Sie 16 Jahre alt waren. Es ist gar nicht selten, dass junge Mädchen durch Stress eine Gelbkörperschwäche bekommen und dadurch ein Zuviel an männlichen Hormonen produzieren. Die künstlichen Pillenhormone unterdrücken zwar die Bildung der männlichen Hormone, aber die Ursache, der Mangel an Gelbkörperhormon, wird nicht beseitigt. Im Gegenteil wird durch die Eisprungunterdrückung die Produktion des körpereigenen Progesterons noch weiter vermindert.

 

Ich hoffe, Sie und Ihr Partner treffen eine kluge Entscheidung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

M. van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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