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Pille PAP VIa

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Dieser Beitrag ist seit dem 21.07.2003 auf dieser Webseite

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PAP VI a nach

14 Jahren Pilleneinnahme

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Folgende Anfrage erreichte die Redaktion Medizinkritik am 10.06.2003:

 

Sehr geehrter Herr van Treek,

 

mit Interesse habe ich Ihre Abhandlungen gelesen und würde gerne Ihre Meinung zu meinem Problem hören. Seit dem 20. Lebensjahr nahm ich fast ununterbrochen die Pille (Triquilar), welche ich gut vertragen habe und mich damit gut fühlte. Mit 32 habe ich sie das erste Mal abgesetzt und 2 Jahre später wieder genommen (der Übergang war ohne Komplikationen oder Beschwerden abgelaufen). Jetzt (2 Jahre später) habe ich Ende Februar d.J. eine Konisation durchführen lassen müssen und habe mich danach entschieden (nachdem ich mich von meinem Partner getrennt hatte), die Pille wieder abzusetzen. Nachdem meine Menstruation im April (ohne Pille vorschriftsmäßig) einsetzte, war ich der Meinung, daß alles o.k. wäre. Nun sind 8 Wochen vergangen und meine Regel ist bisher ausgeblieben. Auch hatte ich die letzten Wochen Hitzewallungen und war launisch und depressiv. Natürlich kann ich meinen Frauenarzt auch fragen (der Termin ist sowieso demnächst), aber ich hätte gerne Ihre Meinung dazu. Nach meiner OP habe ich irgendwie kein Vertrauen mehr zu meinem Arzt, er war so locker und lässig und überhaupt nicht verständnisvoll. Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus und verbleibe

 

Mit freundlichen Grüßen

 

G.

 

(PS: bei Veröffentlichung meines Textes bitte ich um Anonymität, danke)

 

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Nachfrage am 15.7.2003:

 

Sehr geehrte Frau G.,

 

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Es sind in den letzten Wochen so viele Anfragen gekommen. Deswegen hat meine Antwort so lange gedauert.

Können Sie mir noch folgende Fragen beantworten:

Warum wurde die Konisation durchgeführt?

Was hat Ihr Frauenarzt, bei dem Sie möglicherweise zwischenzeitlich gewesen sind, geraten?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

M. van Treek

 

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Email vom 16.7.2003:

 

Sehr geehrter Herr van Treek,

 

vielen Dank für Ihre Antwort. Die Konisation wurde aufgrund eines PAP IVa-Befundes durchgeführt. Mein Arzt sagte vor der OP ganz lapidar "... dann werden wir sehen, ob Sie Krebs haben oder nicht." Daher fühlte ich mich total geschockt, und die Wartezeit auf das Ergebnis gestaltete sich als sehr belastend. Glücklicherweise wurde kein Krebs festgestellt, und ich muss nun in 3monatigem Abstand zur Kontrolluntersuchung gehen (allerdings habe ich den Arzt gewechselt).

Mittlerweile hat sich (Gott sei Dank) meine Regel wieder eingestellt, und zwar so gut, dass ich begonnen habe, nach der Methode des Herrn Prof. Rötzer (natürliche Empfängnisregelung), meinen Körper genau zu beobachten und auf die Pilleneinnahme zu verzichten. Auch die Hitzewallungen und Depressionen haben sich wieder gegeben.

 

Ich bin der Meinung, dass die meisten Frauenärzte fast "gedankenlos"  Pillenrezepte ausstellen und sich mit ihren Patientinnen und deren Ängsten und Befürchtungen nicht genügend auseinandersetzen. Sie sollten mehr Mitgefühl an den Tag legen. Übrigens, auf Nachfrage, welche alternativen Methoden zur Empfängnisverhütung/-Regelung ohne Hormonzugabe denn möglich wären, habe ich nur ein müdes Abwinken "geerntet".

 

An dieser Stelle möchte ich mich bei Ihnen und Ihrem Team ganz herzlich bedanken, da ich auf Ihrer Seite viel erfahren habe und das Gefühl hatte, dass ich mit meinen Problemen nicht alleine dastand.

 

Viele Grüße

 

G.

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Antwort der Redaktion Medizinkritik am 18.7.2003:

 

Sehr geehrte Frau G.

 

Vielen Dank, dass Sie auf meine Nachfrage geantwortet haben.

Ich freue mich für Sie, dass Sie sich nun für einen gynäkologen-unabhängigen und damit natürlichen Weg der Empfängnisregelung entschieden haben.

Die von Ihnen geschilderten Hitzewallungen und depressiv-launischen Stimmungsschwankungen erinnern allerdings an Symptome, die manche Frauen im Periklimakterium haben, also in der Zeit vor und nach der letzten Regelblutung, der Menopause.

Dies würde auf ein Progesterondefizit hinweisen. Frauen, die die Pille nehmen oder genommen haben, haben sicherlich ein Progesterondefizit, denn bei ihnen ist das normalerweise beim und nach dem Eisprung im „gesprungenen“ Follikel freigesetzte Gelbkörperhormon (Progesteron) nicht mehr gebildet worden; – es findet unter der Pilleneinnahme „idealerweise“ kein Eisprung statt.

(„idealerweise“ deswegen in Anführungszeichen, weil es in manchen Fällen trotz Pille eben doch zum Eisprung kommt – was das bedeutet, habe ich in einigen anderen Beiträgen auf dieser Webseite ausgeführt).

 

Doch zurück zum „Progesterondefizit“.

Wenn Sie nun die Selbstbeobachtung nach Herrn Prof. Rötzer machen, dann könnten Sie feststellen, ob Ihre Temperaturhochlagenphase gegebenenfalls nur 10 Tage oder kürzer dauert, oder ob sich der Temperaturanstieg nach dem Schleimhöhepunkt sehr mühsam und langsam vollzieht. Das würde dann für ein Progesterondefizit sprechen. Sie müssten allerdings die Temperaturhochlagenphase durchmessen, also täglich bis zur nächsten Blutung. Es könnte dann am siebten Tag der Temperaturhochlage eine Progesteronbestimmung aus dem Blut oder (laut der Autorin Elisabeth Buchner) besser noch aus dem Speichel gemacht werden (aus dem Speichel ist es allerdings keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung).

 

Progesteron ist ein wichtiger Schutzfaktor für Brust-, Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs. In meiner Praxis hat jede Patientin, die in ihrer Krankengeschichte einen PAP-Befund hatte, irgendwann einmal die Pille genommen. Die meisten Cervixdysplasien und Carcinomata in situ treten aber noch während der Pilleneinnahme auf. Erzählen Sie es allen Ihren Freundinnen und Bekannten: Die Pille steht in Verdacht, den Frauen den körpereigenen Schutzfaktor gegen geschlechtstypische Carcinome zu nehmen.

Ob Sie eine Zeit lang naturidentisches Progesteron in Salben- oder Gelform nehmen sollten, kann Ihnen wahrscheinlich am besten Elisabeth Buchner (www.hormonselbsthilfe.de) sagen. Vielleicht haben Sie ja einen Naturheilkundler oder sogar Gynäkologen in Ihrer Nähe, mit dem Sie die Vorschläge von Frau Buchner gemeinsam umsetzen können. Frau Buchner ist weder Ärztin noch Heilpraktikerin, sie ist „Spezialistin aus Betroffenheit“ und beschäftigt sich seit über 10 Jahren intensiv mit der Literatur über Hormonphysiologie. Die meisten Gynäkologen könnten von ihr lernen.

 

Aus Ihrem zweiten Email vom 16.7.2003 klingt eine sehr positive Stimmung in Bezug auf die Lösung Ihres individuellen Gesundheitsproblems durch, und das ist auch sehr gut so.

Aber nichtsdestoweniger handelt es sich bei PAP IV a um schwere Zellveränderungen am Muttermund. Darauf deutet auch die Notwendigkeit der vierteljährlichen Kontrolluntersuchungen hin, zu denen Sie von Ihrem Gynäkologen aufgefordert wurden.

Von daher könnten Sie sich mit Hilfe eines naturheilkundlich orientierten Arztes (Vorsicht: „nicht überall, wo Naturheilkunde drauf steht, ....“ – Sie wissen schon) überlegen, welche Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems sinnvoll sind.

Einige Möglichkeiten will ich Ihnen aufzählen:

 

-         Regelmäßige Einnahme von Zinkaspartat (z.B. Unizink 50 2 Tbl täglich) oder Zinkorotat (z.B. Zinkorotat 20 2 Tbl täglich) über mindestens zwei Jahre (Privatrezept).

-         Drei Mal im Jahr eine Serie mit einem Mistelpräparat (z.B. Iscador M Serie 0, dann Iscador M c Arg Serie I, dann wieder Serie 0; jede Serie hat 7 Ampullen, eine Ampulle pro Woche, dann wieder 10 Wochen Pause) (Kassenrezept). Sie können sich die Injektionstechnik vom Hausarzt zeigen lassen, dann sind Sie selbständig und müssen nicht jede Woche zum Arzt.

-         Niedrigdosierte Echinacea-Therapieserien (z.B. Esberitox N Tbl morgens und abends je 1 Tbl, über 50 Tage, dann wieder 50 oder 100 Tage Pause) (Privatrezept).

-         Wasserlinsenelixier der Heiligen Hildegard von Bingen (Privatrezept).

-         Ozon-Eigenblutspritzen (einmal pro Woche, sieben Mal, dann zehn Wochen Pause) (Privatbehandlung).

 

Die folgenden Maßnahmen können Sie in eigene Verantwortung nehmen, sie sind sehr preiswert:

-         Auf die Ernährung achten: nur noch gesunde Sachen essen und trinken. Die Leber schonen durch weitgehenden Verzicht auf Alkohol. Zuckerdrinks meiden so gut es geht. Obst, Gemüse und Salate als vorwiegende Ernährung. Reduktion von Weißmehlprodukten. Neben Alkohol, Zucker und Süßigkeiten übersäuern auch Nikotin und Koffein den Organismus.

-         Täglich ein bis zwei frische, Knoblauchzehen zur Viren- und Bakterienabwehr und zur Verbesserung der allgemeinen Durchblutung zerquetscht ins Essen geben. Knoblauch niemals erhitzen!

-         Zwei bis dreimal pro Woche eine nicht zu kleine, frisch geschälte, oberflächlich eingeritzte Knoblauchzehe zur Durchwärmung und Verbesserung der Durchblutung im Bereich der Unterleibsorgane über Nacht in die Scheide einführen (Dies ist übrigens bei Harnwegsinfekten eine sehr wirkungsvolle Vorgehensweise; die antibakteriellen, ätherischen Öle des Knoblauchs sind membrangängig und diffundieren in die benachbarte Blase. Seitdem ich bei meinen Patientinnen diese Empfehlung ausspreche, ist in nahezu allen Fällen das herkömmliche Antibiotikum überflüssig. Diese Empfehlung sollte kombiniert werden mit der Verordnung von Cantharis comp Globuli Wala 5x 8 Kügelchen und Cystinol akut Dragees 5x 2 Dragees, 2 Liter Nieren-/Blasentee pro Tag, Warmhalten der Füße, des Unterleibs und der Nierenregion sowie reichlich frisches, nicht erhitztes (entscheidend !!!) Knoblauch mit den (eiweißreduzierten) Malzeiten .

-         Ständige Detoxifizierung (Entgiftung) des Darmes durch zwei Mal täglich eingenommene Luvos Heilerde ultrafein.

 

Sie müssen die ärztlichen Therapien sicherlich nicht alle gleichzeitig machen, wahrscheinlich hat ein anderer naturheilkundlich orientierter Arzt auch noch andere Vorschläge. Aber irgendeine Methode, die einen stimulierenden Reiz auf Ihr Immunsystem ausübt, sollten Sie vielleicht doch suchen.

 

Alles Gute und mit freundlichen Grüßen

 

M. van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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