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Praxis Manfred van Treek - Viernheim

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Galakt./Mastopathie

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Dieser Beitrag ist seit dem 30.05.2004 auf dieser Webseite

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Galaktorrhö und Mastopathie

unter der Pille Monostep

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Folgende Anfrage erreichte die Redaktion am 28.5.2004:

Guten Abend,

wahrscheinlich bin ich nicht die erste, die diese Frage stellt und scheinbar wirklich schlecht informiert oder beraten wurde. Aber ich habe ein Problem und weiß nicht mehr, an wen ich mich wenden soll. Mein Verschleiß an Frauenärzten steigt stetig! Ich bin 23 Jahre alt, nehme seit 6 Jahren die Pille (Monostep) und habe seit ungefähr 1 1/2 Jahren ständige Sekretion aus beiden Brüsten - mal mehr - mal weniger. Die Brust spannt und schmerzt. Sämtliche Ärzte nahmen Blut ab, untersuchten das Sekret, aber sie blieben ohne Befund. Eine Prolaktinüberproduktion konnte nicht festgestellt werden. Verhärtungen, Entzündungen oder dergleichen Veränderungen wurden auch nicht diagnostiziert. Eine Mammographie wurde durchgeführt, die jedoch auch ohne Befund blieb. Das "böse" Wort Unfruchtbarkeit fiel auch mehrere Male und jetzt ist meine Frage: Kann das von der Pille kommen??? Oder gibt es noch eine andere Möglichkeit, die vielleicht nur nicht häufig auftritt, so dass keiner der Ärzte diese in Erwägung zog?

Ich bedanke mich im Vorraus für eine Antwort und verbleibe mit freundlichem Gruß

K.

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Antwort der Redaktion vom 28.05.2004:

Sehr geehrte Frau K.

Vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage.

Warum nur haben in Sachen künstlicher Verhütung die Opfer der Nebenwirkungen dieser Methoden nur soviel unbegründetes Vertrauen zu den Tätern?

Warum lernen die Mädchen im Sexkundeunterricht heutzutage nur, wie man verhütet und nicht, wie die Fruchtbarkeit funktioniert und vor allem, wie mensch sich die Fruchtbarkeit erhält?

Woher sonst – wenn nicht von Ihrer Pille Monostep – sollen denn Ihre Beschwerden kommen?

 

Frage: Was ist es denn, das an den „Schräubchen“ (und Schrauben) Ihres Hormonsystems dreht?

Antwort: Natürlich die deftige Ladung künstlicher Hormone, die Sie täglich verkonsumieren.

 

Frage: Was macht denn die Pille mit Ihnen?

Antwort: Die tägliche Dosis von 0,125 mg Levonorgestrel aus Monostep täuscht Ihnen eine Schwangerschaft vor. Das Gestin Levonorgestrel ist das künstliche Progesteronersatzhormon, welches Ihr körpereigenes Hormonsystem an der Nase herumführt. Die tägliche Dosis von 0,03 mg Ethinylestradiol soll das Schwangerschaftshormon Estriol immittieren. Außerdem soll das künstliche Ethinylestradiol verhindern, dass Sie phänotypisch zu „maskulin“ werden.

Wahrscheinlich haben die GynMänner Ihnen erzählt, Ihre Gesundheitsstörungen „kämen nicht von der Pille“. Damit irren sie sich allerdings gewaltig. Diesen Spruch haben Sie auf von der Pillenpharmaindustrie gesponserten „Fortbildungsveranstaltungen“ auswendig gelernt. Möglicherweise haben die von Ihnen verschlissenen GynMänner auch gefaselt, Monostep sei eine „leichte“ Pille und könne gar nicht solche Nebenwirkungen machen.

 

Frage: "Wie ist nun die Situation bei Ihnen? Was könnten Sie tun?"

Antwort: Sie müssten sich mit dem weiblichen Zyklus beschäftigen (siehe Rötzer: Der persönliche Zyklus der Frau – von der Vorpubertät bis in die Wechseljahre; und Rötzer: Natürliche Empfängnisregelung; beide Herder-Verlag). Sie sollten sich mit den Wirkungen des Progesterons mental beschäftigen – Progesteron ist das Gelbkörperhormon, das nach dem Eisprung bis zur nächsten Menstruation in einer täglichen Menge von 25 bis 40 mg vom Gelbkörper des Eierstocks produziert wird. In der Schwangerschaft werden täglich 300 bis 500 mg Progesteron von der Plazenta produziert. Dieses Progesteron verhindert weitere Eisprünge.

Die 0,125 mg Levonorgestrel sind in Sachen Eisprung-Verhinderung somit so potent wie Dutzende bis mehrere Hundert mg natürliches Gelbkörperhormon. Warum tut frau sich nur so was an?

Ihnen fehlt Ihr körpereigenes Progesteron, weil Sie keine oder kaum noch Eisprünge haben, und dies nun schon seit 6 Jahren. Progesteron wird in der Medizin therapeutisch eingesetzt bei Brustspannen und schmerzhafter Knotenbrust.

Wir haben oben gelesen, dass das Progesteron in der Schwangerschaft in zehnfach höherer Menge ins Blut ausgeschüttet wird, als in der zweiten Zyklusphase nach dem Eisprung. Und hat die Frau etwa in der Schwangerschaft Milchsekretion? Natürlich nicht. Aber wenn das Progesteron nach der Entbindung auf minimale tägliche Ausschüttung abfällt, dann tritt im Verein mit der Prolaktinproduktion der Hypophyse die Milchbildung auf. Verstehen Sie den Zusammenhang? Fehlen von Progesteron ist eine der beiden Voraussetzungen für die Milchbildung. Und diese Voraussetzung haben Sie. Es entsteht allerdings keine richtige Muttermilch, Sie haben ja keine Prolaktinerhöhung; aber Ihre Brust sezerniert eine Flüssigkeit.

Neben dem „bösen“ Wort von der Unfruchtbarkeit, die Sie sich möglicherweise dank den Errungenschaften der modernen Gynäkologie gerade im Begriff zu aquirieren sind, ist da allerdings noch das andere „böse“ Wort vom Brustkrebs.

Progesteron schützt vor Brustkrebs. Östrogendominanz durch Ethinylestradiol, welche durch den Progesteronersatzstoff Levonorgestrel eben nicht ausgeglichen werden kann, fördert Brustkrebs. Und Mediziner, die in dieser hormonellen Chaossituation auch noch eine Mammographie durchführen, sollten sich eigentlich nur noch schämen. Denn die „weichen“ Röntgenstrahlen der Mammographie sind viel eher in der Lage Mutationen im wegen Progesteronmangel ungeschützten Brustdrüsengewebe hervorzurufen, als z.B. die „harten“ Röntgenstrahlen einer Knochen- oder Thoraxaufnahme.

Und was das „böse“ Wort Unfruchtbarkeit betrifft, mit welchem die Spezialisten Sie möglicherweise verängstigt haben, so ist es aus sozioökonomischer Sicht höchst interessant, dass der gynäkologisch-hormonpharmazeutische Wirtschaftszweig der Medizin durch Verhütung nun sechs Jahr gut an Ihnen verdient hat und sich bei tatsächlich auftretender Unfruchtbarkeit aber sehnlichstem Kinderwunsch anschicken werden wird, dann durch In-Vitro-Fertilisation erneut gut an Ihnen zu verdienen. Ist doch pervers – oder?

 

Was aber kann ich Ihnen konkret raten?

1. Schluss mit der Pille.

2. Eine ausreichende Zeit transdermale Behandlung mit naturidentischem Progesteron aus der Yamswurzel in zyklusgerechter und physiologischer Dosierung (25-75 mg täglich) unter Begleitung eines in dieser Behandlung erfahrenen Naturheilarztes. „Transdermal“ heißt: „über die Haut“, also als Creme (Rezeptur im Anhang). Darunter wird sich hoffentlich wieder ein natürlicher Zyklus bei Ihnen einstellen.

3. Nie mehr Verhütung.

4. Nur noch Empfängnisregelung im Einklang mit Gott und der Natur.

Gute Besserung. 

Mit freundlichen Grüßen

M. van Treek

 

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Anhang:

Funktionen des Progesterons

Ø      Vorstufe für die Sexualhormone

Ø      Erhält die Gebärmutterschleimhaut im Zyklus für 11-15 Tage ab dem Eisprung

Ø      Erhält die Gebärmutterschleimhaut während der gesamten Schwangerschaft

Ø      Notwendig für das Überleben des Kindes während der Schwangerschaft

Ø      Schützt die Brust vor fibrozystischer Mastopathie

Ø      Ist ein natürliches Entwässerungsmittel

Ø      Hilft bei der Umwandlung von Fettgewebe in Energie

Ø      Ist ein natürliches Antidepressivum

Ø      Hilft bei der Schilddrüsenhormonfunktion

Ø      Normalisiert die Blutgerinnung

Ø      Fördert die verlorene Libido

Ø      Hilft bei der Normalisierung des Blutzuckers

Ø      Normalisiert den Zink- und Kupferspiegel im Blut

Ø      Fördert den Sauerstoffgehalt der Zellen

Ø      Schützt vor Gebärmutterkrebs

Ø      Hilft beim Schutz vor Brustkrebs

Ø      Baut den Knochen auf und schützt vor Osteoporose

Ø      Ist eine Vorstufe der Cortison- und Aldosteronsynsthese in den Nebennieren.

 

Zeichen und Symptome der Östrogendominanz (Bei prämenopausalen Frauen):

>    Wassereinlagerungen, Ödeme

>    Müdigkeit, Leistungsknick

>    Brustschwellung

>    Fibrozystische Mastopathie

>    Prämenstruelle Stimmungsschwankungen

>    Depressionen

>    Libidoverlust

>    Starke oder unregelmäßige Menstruationen

>    Gebärmuttermyome

>    Süssigkeitenhunger

>     Gewichtszunahme, Fettansatz an Hüften und Bauch

>    Schilddrüsenunterfunktionssymptome wie kalte Hände und kalte Füße

 

Progesteronrezeptur :

Progesteron ex Yams

5,0

Ungt. Basalis DAC

17,0

Propylenglycol

10,0

Alphatocopherolacetat

1,5

Aloe vera

1,5

Excipitalcreme

 ad 100,0

 

 

Progesteronbehandlung in den Jahren vor der Menopause (Menopause = letzte Periodenblutung)

Indikationen:

Zyklusunregelmäßigkeiten, schmerzhafte Periodenblutung, zu starke und zu schwache Blutung, hormonelle Migräne, Hormonstörungen nach Absetzen der Pille, prämenstruelles Syndrom, fibrozystische Mastopathie (= schmerzhafte Knotenbrust), Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, depressive Störungen.

Das naturidentische Progesteron wird in einer 5%igen Creme verordnet.

Besser als eine schematische Dosierung mit dem 14. Tag als Stichtag für den Beginn der transdermalen Applikation ist die zyklusgerechte Dosierung. Die Frau beginnt etwa ab dem 7. oder 8. Tag des Zyklus mit der Messung der morgendlichen Aufwachtemperatur (kein elektronisches Thermometer!) und trägt diese in eine spezielle Tabelle ein (Erhältlich beim Institut für Natürliche Empfängnisregelung www.iner.org). Sobald die Temperatur ansteigt, also bei Beginn der Temperaturhochlage beginnt die transdermale Behandlung.

Während der Blutung und in den folgenden Tagen der Temperaturtieflage keine Progesteronapplikationen.

Dosierung:

Morgens 25 mg  (=  ½ Gramm Creme).

Wenn nach 1-2 Zyklen noch keine Besserung eingetreten ist, kann die Dosis verdoppelt und später verdreifacht werden. Dann aber auf zwei Mal täglich verteilen.

Wer nicht in der Lage ist die Aufwachtemperatur zu messen, kann schematisch dosieren. Ab dem 14. Tag des Zyklus bis zur nächsten Blutung wird behandelt. Die Frau bringt sich dadurch aber um diagnostische Chancen und um eine Möglichkeit den Erfolg der Therapie zu kontrollieren.

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Stand: 14. Dezember 2012
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