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Anfrage Kupferspirale

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Dieser Beitrag ist seit dem 12.07.2004 auf dieser Webseite

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Symptomatik unter der Kupferspirale

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Folgende Anfrage erreichte die Redaktion am 28.06.2004:

 

Sehr geehrte Damen und Herren.

 

Ich bin 30 Jahre und habe seit drei Jahren eine Kupferspirale (eine Anti-Baby-Pille habe ich das letzte mal vor 4 Jahren genommen) mit der ich von Anfang an sehr starke Schmerzen und Krämpfe während der Periode sowie auch eine sehr starke und lange Periode (ca. 10 Tage) hatte. Im Oktober letzten Jahres wurde ich wegen einer eingebluteten Zyste und unerträglichen Schmerzen operiert und die Zyste wurde entfernt. Bei der Nachuntersuchung im Dezember wurde erneut eine eingeblutete Zyste festgestellt, die sich auch noch nicht zurückgebildet hat. Eine erneute Operation habe ich abgelehnt. Ich habe fast ständig leichte bis mittelschwere Unterleibsschmerzen und seit ca. 8 Wochen stark geschwollene und schmerzende Brüste (mir passt kein BH) mehr. Ich war jetzt erneut bei meinem Frauenarzt, der mir mitteilte, dass die eingeblutete Zyste noch immer da sei, noch eine zusätzliche dazugekommen ist und ich wohl auch unter Endometriose leide. Sein Schluss war ein Gelbkörperhormonmangel. Es wurde kein Hormonspiegel gemacht. Für die Brüste hat er mir (ohne sich diese anzuschauen) die Salbe Progestogel verschrieben. Als ich ihn darauf hinwies, dass ja jetzt drei Jahre um sind und die Kupferspirale raus muss, schlug er mir als einzige Therapieform und gleichzeitig neue Verhütungsmethode die Dreimonatsspritze vor. Ich habe zweimal nachgefragt, was für Nebenwirkungen dabei auftreten können, antwortete er mir nur: zuerst unregelmäßige Menstruation und danach gar keine Periode mehr, sowie eher unwahrscheinlich unreine Haut. Damit hat er mich aus der Sprechstunde entlassen.

Ich habe mich zu hause natürlich erst einmal per Internet informiert.

Jetzt kommt mir diese Behandlungsmethode sehr zweifelhaft vor und ich habe aufgrund der fehlenden Informierung von meinem Frauenarzt kein wirkliches Vertrauen mehr zu ihm aus folgenden Gründen:

1) warum wurde kein Hormonspiegel gemacht?

2) er hat mich nicht richtig über die Wirkung und Nebenwirkung von der Dreimonatsspritze aufgeklärt

3) eine andere Behandlungsmethode hat er nicht vorgeschlagen (will er vielleicht sein Budget schonen, denn die Dreimonatsspritze muss ich selbst zahlen)

4) das Thema Familienplanung wurde nicht angesprochen und ich habe gelesen, dass es nach Absetzen der Dreimonatsspritze bis zu 2 Jahren dauern kann bis man wieder schwanger werden kann (ich finde das muss auch angesprochen werden, ich bin schließlich 30 und habe bislang noch keine Kinder)

5) auf die Endometriose ist er überhaupt nicht eingegangen.

 

Ich habe im Internet keinen einzigen Fall gefunden, in dem die Dreimonatsspritze als Therapieform für Gelbkörperhormonmangel gefunden.

 

Ich möchte jetzt zu diesem Frauenarzt eigentlich nicht mehr gehen, bin aber etwas ratlos, an welchen Arzt ich mich wenden soll. Alternativen Therapieformen gegenüber bin ich sehr aufgeschlossen und ziehe diese der klassischen Medizin oft vor.

Ich möchte dazu noch erwähnen, dass ich seit 1 Jahr ca. 10 kg zugenommen habe, obwohl ich meine Ernährung nicht verändert habe.

Seit ca. drei Jahren leide ich in Phasen an Depressionen und Angstzuständen. Ich habe jetzt gelesen, dass dies auch Symptome eines Gelbkörperhormonmangels sein könnten? (Therapieformen wie Medikamente, die die Bildung von Serotonin fördern sowie Gesprächstherapien haben mir eigentlich nicht geholfen). Dies ist aber auch gleichzeitig als Nebenwirkung bei der Dreimonatsspritze angegeben. Kann ein Defizit und ein Zuviel eines Hormons die gleichen Symptome verursachen?

 

Welchen Rat würden Sie mir geben?

 

Ich danke Ihnen im voraus!

 

Mit freundlichen Grüssen

S.

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Antwort der Redaktion vom 12.07.2004:

 

Sehr geehrte Frau S.

 

Vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage.

Leider sind Sie eines von den Millionen Opfern moderner Verhütungstechnik. Sie hatten schon Probleme mit der Pille, dann hat Ihnen der Gynäkologe eine andere manipulative Verhütungstechnik angedeihen lassen.

 

Ich finde es gut, dass Sie an Ihre Zukunft denken und Kinder möchten, dass ist ja heute nicht mehr so selbstverständlich. Aber dann sollten Sie schleunigst die Spirale entfernen lassen. Nach meiner Einschätzung ist die Spirale die Ursache Ihres Übels.

Der Gynäkologe hat Ihnen doch sicherlich erklärt, wie die Verhütungsspirale wirkt. Die Spirale verhindert ja nicht die Befruchtung, sondern sie verhindert, dass sich ein gezeugter Embryo in die Gebärmutter einnisten kann.

Ich vermute, dass Sie Depressionen und Angstzustände deswegen haben, weil Körper und Seele ständig wenige Tage alte Embryonen verlieren; das sind aber Ihre Kinder.

Ihr Körper wehrt sich dagegen, indem er es in einzelnen Zyklen gar nicht mehr zum Eisprung kommen lässt. Bei anovulatorischen Zyklen (Zyklen ohne Eisprung) wandeln sich auf den Eisprung vorbereitete Follikel in Zysten um, welche die typischen Beschwerden bis hin zum Einbluten machen können.

Ihr Gynäkologe ist wahrscheinlich aufgrund seiner Erfahrung auch ohne Hormontest zu dem Schluss gekommen, dass es bei Ihnen an Gelbkörperhormon mangelt. Auch das ist gut nachvollziehbar: kein Eisprung, kein Gelbkörper, kein Progesteron.

Somit ist die Behandlung mit Progestogel zwar richtig, ändert aber nichts an der Ursache. Der Vorschlag mit der Dreimonatsspritze ist auch ganz schön clever. Unter der Dreimonatsspritze haben Sie wahrscheinlich nach einiger Zeit gar keinen natürlichen Zyklus mehr, der ist dann arretiert. Die Dreimonatsspritze enthält künstliche Progesteronersatzstoffe, die Ihrem Körper eine Schwangerschaft vorgaukeln und die sich möglicherweise eine Zeit lang auf Ihren Progesteronmangel positiv auswirken. Aber nichtsdestoweniger hätten Sie dann überhaupt kein körpereigenes, natürliches Progesteron mehr.

Eine Endometriose ist heutzutage fast immer Folge manipulativer Verhütungstechniken. Es kommt soviel im Körper der Frau durcheinander, dass dieses der Gebärmutterschleimhaut entsprechende Gewebe irgendwo im Bauch oder im Darm oder in der Blase zu wuchern anfängt.

 

Bei all diesen Zuständen kann naturidentisches Progesteron aus der Yamswurzel entsprechend den Anwendungsempfehlungen von Dr. Lee sehr hilfreich sein (siehe: www.johnleemd.com; www.iner.org). Aber lassen Sie sich bitte die Spirale entfernen und geben sich Mühe, von nun an in Bezug auf Ihre Empfängnisregelung im Einklang mit der Natur zu leben.

 

Gute Besserung und

mit freundlichen Grüßen

 

M. van Treek

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Stand: 14. Dezember 2012
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