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Dieser Beitrag ist seit dem 28.08.2000 auf der Webseite.Die Pille für den Mann kommt
Der Leserbrief vom 24.7.2000: Pille für die Frau, Pille gegen Übergewicht, Pille für Potenz, Pille gegen unerwünschte vorgeburtliche Kinder; und jetzt die Pille für den Mann. Unser Leben ist ja so herrlich bequem geworden, dank des Fortschritts in die Medikalisierung der Gesellschaft. Nachdem die Wissenschaft jahrzehntelang der Auffassung war, dass hormonelle Schwangerschaftsverhütung für den Mann nicht möglich sei, ist es beunruhigend, wie selbstsicher und propagandistisch die Hormonforscher ihr Produkt anpreisen: „ein synthetisches Steroid, das weibliche Hormone imitiert. Beigaben des männlichen Hormons Testosteron sorgen gleichzeitig dafür, dass die Lust am Sex nicht verloren geht. Drei Monate nach der ersten Einnahme wird die Sperma-Produktion eingestellt." Nebenwirkungen seien ausgeschlossen und drei Monate nach dem Absetzen dieser Mannes-Pille kann mit „normaler Produktion" von Sperma gerechnet werden. Schöne neue Welt! Erstens wird dieses Produkt wissenschaftlichen Machbarkeitswahnsinns so einfach nicht funktionieren. Zweitens werden manipulative Eingriffe in den Sexualhormonhaushalt immer mit gravierenden Nebenwirkungen, Krankheiten und Siechtum einhergehen, wie dies bei der Anti-Baby-Pille für die Frau regelmäßig auftritt. Drittens ist ein Mann, der sich auf solche pharmakologischen Abenteuer einlässt, kein biologisch gesunder Mann mehr, denn dazu gehört ganz banal die natürliche Samenproduktion. Viertens sind Männer in Bezug auf die Risikoeinschätzung viel zu pragmatisch-realistisch, als sich auf solch ein Unterfangen einzulassen. Fünftens werden die Männer auch in Zukunft verführt sein, Verhütung für „Frauensache" zu halten, wenn sich im Bewusstsein der Menschen nicht Gravierendes ändert. Was soll sich aber ändern? „Männer konnten bisher nur mit einer Sterilisierung zur Familienplanung beitragen," oder mit Kondomen, meint Herr Schilling-Strack. Genau dieses falsche, unnatürliche und krankmachende Bewusstsein, dass Verhütung nur mit Manipulation und medizinischer Assistenz einhergehen kann, das muss sich ändern! Den Verantwortlichen und Beratern in Schulen, in der Seelsorge, im Gesundheitsdienst und in den Medien und den Frauen und Männern muss bewusst werden, dass mit der „Natürlichen Empfängnisregelung nach Professor Rötzer" (gleichnamiges Buch vom Herder-Verlag) eine sichere, nebenwirkungsfreie, partnerschaftliche und moralisch-religiös vertretbare Form der Familienplanung bereits besteht. Auf eine Bewusstseinsänderung der Gynäkologen kann man nicht warten, nur wenn die Frauen ihr jetziges Verhütungsverhaltens beibehalten, ist ihr wirtschaftliches Überleben gesichert. M. van Treek, Arzt für Umweltmedizin und Naturheilkunde |
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