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Pille für den Mann

[ Pille für den Mann ] Minipille/Ovulation ]

 

Dieser Beitrag ist seit dem 28.08.2000 auf der Webseite.

Die Pille für den Mann kommt

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Am 18.7.2000 erschien folgender Artikel im Südhessen Morgen.

Im Anschluss ist ein zu diesem Artikel veröffentlichter Leserbrief abgedruckt.

Forscher halten neues Verhütungsmittel für produktionsreif

Von unserem Korrespondenten Ulrich Schilling-Strack

London. Die erste hundertprozentig sichere Pille für den Mann ist produktionsreif. Schottische Wissenschaftler sind nach internationalen Testreihen überzeugt, dass keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen auftreten und versprechen sich eine Revolution in der Empfängnisverhütung. Bisherige Versuche scheiterten ausnahmslos an massiven Gesundheitsproblemen, die mit der Einnahme verbunden waren. Neben hohem Blutdruck, Gewichtszunahme oder Akne gab es Klagen über den Verlust der Libido, was die Einnahme eines Verhütungsmittels letztlich überflüssig machte.

Solch unerwünschte Effekte sollen bei dem Präparat ausgeschlossen sein. Die Pille enthält ein synthetisches Steroid, das weibliche Hormone imitiert. Beigaben des männlichen Hormons Testosteron sorgen gleichzeitig dafür, dass die Lust am Sex nicht verloren geht. Drei Monate nach der ersten Einnahme wird die Sperma-Produktion eingestellt. Wer auf die Pille verzichtet, kann drei Monate später wieder mit einer normalen Produktion rechnen. Langjährige Versuchsreihen in Schottland, China, Südafrika und Nigeria haben eine hundertprozentige Wirkung ohne störende Nebeneffekte ergeben. Bereits in den kommenden Jahren soll das neue Verhütungsmittel die Apotheken erreichen. Der Familienplanung eröffnen sich damit neue Wege. Bisher galt die Pille für die Frau als sicherstes Verhütungsmittel.

Männer konnten bisher nur mit einer Sterilisierung zur Familienplanung beitragen. Kondome gelten als nicht so wirksam. Nun eröffnen sich völlig neue Wege. Das neue Mittel könnte nämlich nicht nur in Pillenform auf den Markt kommen. Eine Implantation unter die Haut könnte die Hormone über einen längeren Zeitraum abgeben. Das würde Frauen beruhigen, die sich nicht unbedingt darauf verlassen wollen, dann der Mann regelmäßig zur Pille greift.

Die Katholische Kirche hat bereits auf das neue Verhütungsmittel reagiert. Ein schottischer Sprecher erklärte, dass sich an der offiziellen Position nichts ändern würde. Man verurteile jegliche Form der Empfängnisverhütung. Eine Pille für den Mann sei genauso falsch wie eine Pille für die Frau.

 

Der Leserbrief vom 24.7.2000:

Pille für die Frau, Pille gegen Übergewicht, Pille für Potenz, Pille gegen unerwünschte vorgeburtliche Kinder; und jetzt die Pille für den Mann. Unser Leben ist ja so herrlich bequem geworden, dank des Fortschritts in die Medikalisierung der Gesellschaft. Nachdem die Wissenschaft jahrzehntelang der Auffassung war, dass hormonelle Schwangerschaftsverhütung für den Mann nicht möglich sei, ist es beunruhigend, wie selbstsicher und propagandistisch die Hormonforscher ihr Produkt anpreisen: „ein synthetisches Steroid, das weibliche Hormone imitiert. Beigaben des männlichen Hormons Testosteron sorgen gleichzeitig dafür, dass die Lust am Sex nicht verloren geht. Drei Monate nach der ersten Einnahme wird die Sperma-Produktion eingestellt." Nebenwirkungen seien ausgeschlossen und drei Monate nach dem Absetzen dieser Mannes-Pille kann mit „normaler Produktion" von Sperma gerechnet werden. Schöne neue Welt!

Erstens wird dieses Produkt wissenschaftlichen Machbarkeitswahnsinns so einfach nicht funktionieren. Zweitens werden manipulative Eingriffe in den Sexualhormonhaushalt immer mit gravierenden Nebenwirkungen, Krankheiten und Siechtum einhergehen, wie dies bei der Anti-Baby-Pille für die Frau regelmäßig auftritt. Drittens ist ein Mann, der sich auf solche pharmakologischen Abenteuer einlässt, kein biologisch gesunder Mann mehr, denn dazu gehört ganz banal die natürliche Samenproduktion. Viertens sind Männer in Bezug auf die Risikoeinschätzung viel zu pragmatisch-realistisch, als sich auf solch ein Unterfangen einzulassen. Fünftens werden die Männer auch in Zukunft verführt sein, Verhütung für „Frauensache" zu halten, wenn sich im Bewusstsein der Menschen nicht Gravierendes ändert.

Was soll sich aber ändern? „Männer konnten bisher nur mit einer Sterilisierung zur Familienplanung beitragen," oder mit Kondomen, meint Herr Schilling-Strack. Genau dieses falsche, unnatürliche und krankmachende Bewusstsein, dass Verhütung nur mit Manipulation und medizinischer Assistenz einhergehen kann, das muss sich ändern! Den Verantwortlichen und Beratern in Schulen, in der Seelsorge, im Gesundheitsdienst und in den Medien und den Frauen und Männern muss bewusst werden, dass mit der „Natürlichen Empfängnisregelung nach Professor Rötzer" (gleichnamiges Buch vom Herder-Verlag) eine sichere, nebenwirkungsfreie, partnerschaftliche und moralisch-religiös vertretbare Form der Familienplanung bereits besteht. Auf eine Bewusstseinsänderung der Gynäkologen kann man nicht warten, nur wenn die Frauen ihr jetziges Verhütungsverhaltens beibehalten, ist ihr wirtschaftliches Überleben gesichert.

M. van Treek, Arzt für Umweltmedizin und Naturheilkunde

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Stand: 14. Dezember 2012
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