Glossar
Minipille =
ausschließlich ein Gestagen enthaltende Hormonverhütungspille. Muss
täglich genau zur gleichen Uhrzeit genommen werden.
Ovulation = Eisprung.
Kontrazeptiva =
Verhütungsmittel.
Gestagen =
Gelbkörperhormonartiges Sexualhormon, welches als Bestandteil der
Anti-Baby-Pille dem weiblichen Organismus eine Schwangerschaft
vortäuscht.
Östrogen =
Sexualhormon, welches im natürlichen Zyklus der Frau den Aufbau der
Gebärmutterschleimhaut und die Verflüssigung des Zervixschleims bewirkt.
Ein künstliches Östrogen (Ethinylestradiol) ist Bestandteil der
Mikropille.
Mikropille =
Hormonverhütungspille mit einem Östrogengehalt von 35 µg
Ethinylestradiol oder weniger; im Gegensatz zu den früheren höher
dosierten Pillen der 60er und 70er Jahre. Die Mikropille verhindert –
wie die Minipille – den Eisprung nicht sicher, so dass es zur
Befruchtung mit nachfolgender Frühabtreibung kommen kann, ohne dass die
Mutter dies bemerkt. Gynäkologen bezeichnen die Mikropille gerne als „leichte
Pille", und sie versuchen damit den Frauen zu suggerieren, dass diese
im Vergleich zu den früheren höher dosierten Pillen geringere oder gar
keine Nebenwirkungen hat. Da jede hormonelle Schwangerschaftsverhütung
einen Eingriff in das natürliche Hormonsystem der Frau bedeutet, ist
diese Beschwichtigung zum Zwecke der Vermarktung nicht korrekt.
Kontraindikationen =
Gründe, warum ein bestimmtes Arzneimittel nicht genommen werden darf.
Diabetes mellitus =
Zuckerkrankheit.
Gerinnungssystem =
System von biochemischen Parametern, welche die Blutgerinnung im
Bedarfsfall hervorrufen, z.B. bei blutenden Verletzungen. Östrogene
erhöhen die Gerinnungsneigung des Blutes, wodurch es bei
östrogenhaltigen Pillen zu Thrombosen und Embolien kommen kann.
Lipidstoffwechsel =
Fettstoffwechsel.
Anwendungszyklen = Die
Anzahl der Zyklen, über welche eine Pillenanwendung wissenschaftlich
beobachtet wurde. Wenn beispielsweise 100 Frauen, die eine neue Pille
experimentell ausprobieren, jeweils 12 Zyklen lang beobachtet wurden, dann
kann die Wissenschaft 1200 Anwendungszyklen auswerten.
Zervikalschleim =
Schleim, der in den Schleimdrüsen des Zervikalkanals, des Kanals im
Gebärmutterhals (Zervix) produziert wird. In verschiedenen Phasen des
natürlichen Fruchtbarkeitszyklus nimmt die Erscheinung des
Zervikalschleims unterschiedliche Formen an. Die gesunde Frau, die keine
Pille benutzt, kann mit Hilfe des Zervikalschleims ihre fruchtbaren und
unfruchtbaren Tage ermitteln. Durch Pillen-Gestagene wird der
Zervikalkanal verengt und der Zervikalschleim vermindert und verdichtet.
Dadurch wird es den Spermien erschwert, in die Gebärmutterhöhle und von
dort in die Eileiter zu gelangen. Dieser Wirkmechanismus ist aber nicht
sicher, er kann versagen. Deswegen kann es trotz Pilleneinnahme zur
Befruchtung kommen, denn auch die Eisprunghemmung ist nicht
hundertprozentig.
desynchronisiert die Uterusschleimhaut
= damit ist der Wirkmechanismus der Hormonpillen gemeint, welcher
eintritt, wenn Eisprung und Befruchtung nicht verhindert wurden. Das
befruchtete Ei bzw. das gezeugte Kind kann sich in der Gebärmutterhöhle
nicht einnisten, weil durch die Desynchronisation die
Gebärmutterschleimhaut nicht richtig auf die Einnistung vorbereitet ist.
Es kommt zur Frühabtreibung, ohne dass die Mutter dies merkt. Dieser
schwerwiegende und verwerfliche Wirkungsmechanismus wird von „Medical
Tribune" durch den lapidaren Nebensatz: „..., was ebenfalls zur
Verhütung einer Gravidität beiträgt" beschrieben.
Gravidität =
Schwangerschaft.
Pearl-Index = Anzahl
der Schwangerschaften, die bei einer bestimmten Verhütungsmethode bei 100
Frauen innerhalb eines Jahres trotzdem eintreten.
Relevante metabolische Parameter
= wichtige stoffwechselbezogene Werte, die durch eine Blutuntersuchung
ermittelt werden.
marginal = am Rande.
amenorrhoische Phasen
= über die Dauer mehrerer Zyklen gehende Phasen ohne Monatsblutung.
Arzneimittelsicherheit
= dieser gesundheitspolitische Begriff soll ein Maßstab dafür sein,
inwieweit Pharmakologie, Medizin und Gesundheitspolitik in der Lage sind,
die Menschen vor Arzneimittelnebenwirkungen zu schützen. Bei der
Antibabypille ist die Arzneimittelsicherheit sehr gering, weil
ideologische und wirtschaftliche Interessen bisher immer stark genug
waren, berechtigte Kritik an ihrem Einsatz zu unterdrücken.
Laktation = Produktion
von Muttermilch nach der Geburt des Kindes.
künstliche Sexualsteroide
= künstliche Hormone, die in den Antibabypillen enthalten sind.
psycho-neuro-immuno-endokrinologisches System
= vernetztes körperliches und körperlich-seelisches Ebenensystem. Die
einzelnen Teilsysteme (Psyche, Nervensystem, Immunsystem und Hormonsystem)
stehen in vielfacher gegenseitiger Beeinflussung und Abhängigkeit
zueinander. Beeinträchtigung des einen Systems stört nicht nur das
Teilsystem, sondern hat auch meistens negative Auswirkungen auf die
anderen quervernetzten Systeme. Pilleneinnahme bedeutet Störung des
endokrinologischen Systems, des Hormonsystems. Die Beeinträchtigung der
Psyche durch die Pille kann wiederkehrende depressive Phasen auslösen.
Die Beeinträchtigung des Nervensystems durch die Pille kann
wiederkehrende Migräneanfälle auslösen. Die Beeinträchtigung des
Immunsystems durch die Pille kann zu wiederkehrenden Infekten oder zu
Krebs führen.
kontrazeptive Sicherheit
= Sicherheit eines Verhütungsmittels, in etwa gleichbedeutend mit dem
Pearl-Index.
Methoden der künstlichen Schwangerschaftsverhütung
protegiert = damit ist gemeint, dass die
meisten Mediziner nur über die künstlichen, medizinischen Methoden der
Verhütung Bescheid wissen und nur diese empfehlen. Die NER nach Rötzer
ist nur einem Bruchteil von Ärzten ein Begriff. Daran können sie nichts
verdienen.
Fruchtbarkeitsbewusstsein
= ein Bewusstsein, dass die Menschen brauchen, um sich von krankmachenden,
künstlichen Verhütungsmethoden zu befreien und um die Regelung der
Anzahl der Nachkommen in eigener Verantwortung lösen zu können.
Vorpubertät =
Lebenszeit von Kindern etwa von Beginn der Grundschule an bis zum ersten
Auftreten der Körperbehaarung.
Höhepunktsregel =
Regel der Natürliche Familienplanung des australischen Arztes Dr.
Billings, nach welcher die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer
Schwangerschaft sehr gering ist, wenn das Paar mit dem Geschlechtsverkehr
noch bis zum 4ten Tag nach dem letztmaligen Auftreten von spinnbarem und
fadenziehendem Zervixschleim (Schleimhöhepunkt) wartet. Prof. Rötzer hat
diese Regel bei seiner Natürlichen Empfängnisregelung modifiziert
eingesetzt.
sympto-thermale Methode
= Empfängnisregelung nach Rötzer mit Hilfe der Selbstbeobachtung des
Zervixschleims und unter Einbeziehung der Aufwachtemperaturkurve. Die
sympto-thermale Methode der Engländerin Anna Flynn weist bei der
Auswertung der Zyklustabelle eine etwas andere Vorgehensweise auf. Diese
Vorgehensweise, die im wesentlichen zu ähnlichen Ergebnissen, wie die von
Rötzer führt, wird von den Multiplikatoren der Arbeitsgruppe NFP der
Malteser-Werke gelehrt.
Zwischenblutungen = im
Zyklus oder in der Stillphase auftretende Uterusblutungen, welche nicht
als echte Menstruationsblutungen gedeutet werden, weil ihnen keine
ausgeprägte Temperaturhochlagen vorausgehen.
erste echte Menstruationsblutung
= die erste Blutung nach der Geburt eines Kindes, welcher eine
Temperaturhochlage vorausgeht und welche das Wiederauftreten des normalen
Fruchtbarkeitsrhythmus signalisiert.
M. van Treek, Arzt für Umweltmedizin und Naturheilkunde